Lettische Gemeinde hat ihre Kirche zurück

Lettische Gemeinde hat ihre Kirche zurück
Die evangelische Kreuzkirchengemeinde in Liepāja hat ihre Kirche zurückbekommen. Der Konflikt zwischen zwei lutherischen Kirchen in Lettland schwelt jedoch weiter.

Am 17. August sei der rechtmäßige Vorstand der Kreuzkirchengemeinde wieder bestätigt worden, teilte der Propst der Lettischen Evangelisch-Lutherischen Kirche außerhalb Lettlands (LELBAL) in Lettland, Kārlis Žols, mit. Im Juli hatte die Lettische Evangelisch-Lutherische Kirche (LELB) eine neue Gemeindeleitung eingesetzt. Dagegen hatte die Kreuzkirchengemeinde Widerspruch bei der zuständigen Behörde, dem Unternehmensregister, eingelegt. Die Behörde habe nun die LELB-Gemeindeleitung wieder entlassen, teilte der Propst mit. Auch die Schlösser der Kirche seien erneut ausgewechselt worden. Žols erwartet allerdings, dass die LELB gegen die Entscheidung  Berufung einlegen wird.

Dem Streit um die Kirchennutzung liegt ein Konflikt um die Ausrichtung der beiden lutherischen Kirchen in Lettland zu Grunde. Nach dem Beschluss zur Abschaffung der Frauenordination in der LELB Anfang Juni war die Kreuzkirchengemeinde in die LELBAL gewechselt. Die LELBAL ist die Exilkirche, die seit kurzem wieder mit einer Propstei in Lettland vertreten ist und die die Frauenordination zulässt. Nach dem Übertritt der Kreuzkirchengemeinde hatte die LELB am 10. Juli eine neue Gemeindeleitung eingesetzt und die Schlösser der Kirche in Liepāja austauschen lassen.

Am 21. August sei Pastor Urdze mit seiner Kreuzkirchengemeinde wieder in die Kirche hineingegangen, schreibt Propst Kārlis Žols in seiner Mitteilung. Zwischenzeitlich hatte die Gemeinde ihre Gottesdienste im Diakoniezentrum gefeiert. Zum Erntedankfest solle in der Kreuzkirche ein Dankgottesdienst stattfinden.

 

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