Kunst geistig und psychisch beeinträchtigter Menschen im Arp Museum

Kunst geistig und psychisch beeinträchtigter Menschen im Arp Museum
Werke von Künstlern mit geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen werden seit Sonntag im Arp Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen gezeigt.

Unter dem Titel "Andere Wirklichkeiten" sind Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen von 51 Künstlern aus sechs Ateliers des Landesverbands Lebenshilfe Rheinland-Pfalz und aus dem Kloster Ebernach in Cochem zu sehen. Im Dada-Jahr 2016 werde mit der Schau Kunst in den Fokus gerückt, die jenseits der etablierten Strukturen des Kunstsystems entstehe, erklärten die Ausstellungsmacher.

Im Mittelpunkt der Ausstellung, die bis zum 22. Januar zu sehen ist, steht das Interesse an der schöpferischen Kraft von Menschen mit psychischen oder geistigen Beeinträchtigungen. Im Jahr des 100. Jubiläums des Dadaismus will das Arp Museum damit Bezug nehmen auf den erweiterten Kunstbegriff der Dadaisten, zu denen auch Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp gehörten. Die Entdeckung der Psyche und des Unterbewussten hatte großen Einfluss auf Kunstströmungen wie den Dadaismus und den Surrealismus.

Die Lebenshilfe ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für Menschen mit geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen einsetzt. Zu den Angeboten zählen auch Ateliers, in denen Behinderte unter Anleitung von Künstlern oder Kunsttherapeuten kreativ arbeiten können.

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