Kirchen erinnern an NS-Patientenmorde

Kirchen erinnern an NS-Patientenmorde
Zur Erinnerung an die Opfer der NS-Patientenmorde von 1939 bis 1945 laden die beiden großen Kirchen in Berlin am 28. August zu einem stillen Gedenken und interreligiösen Gottesdienst ein.

Zunächst sollen am Mahnmal T4 vor der Philharmonie weiße Rosen niedergelegt werden. Im Anschluss ist der Gottesdienst in der nahegelegenen St. Matthäus-Kirche im Kulturforum geplant, wie die evangelische Landeskirche und das Erzbistum Berlin am Donnerstag mitteilten.

Gestaltet wird er unter anderem vom Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, Rabbiner Andreas Nachama, Diakonie-Präsident Pfarrer Ulrich Lilie, und der Berliner Caritasdirektorin Ulrike Kostka.



In der Berliner Tiergartenstraße 4 organisierten die Nationalsozialisten ab April 1940 den Massenmord an Patienten aus Heil- und Pflegeanstalten im Deutschen Reich unter dem Decknamen "T4", benannt nach der Adresse der Dienststelle. Dem sogenannten Euthanasie-Programm in Europa gegen Anstaltsbewohner fielen Schätzungen zufolge rund 300.000 Menschen zum Opfer.

Der heutige Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde vor der Philharmonie wurde am 2. September 2014 eingeweiht.

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