GIZ baut Flüchtlingsarbeit aus

GIZ baut Flüchtlingsarbeit aus
Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) will sich in den kommenden Jahren verstärkt in der Flüchtlingshilfe engagieren.

Berlin (epd). Der Bereich Flucht und Migration gehöre neben Klimaprogrammen zu den größten Tätigkeitsfeldern des bundeseigenen Unternehmens, erklärte GIZ-Vorstandssprecherin Tanja Gönner am Dienstag in Berlin.

Im vergangenen Geschäftsjahr stieg das Geschäftsvolumen um 110 Millionen auf 2,142 Milliarden Euro, ein neuer Höchststand in der Geschichte des Unternehmens. Hauptauftraggeber der GIZ ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit 1,7 Milliarden Euro. Andere Auftraggeber sind internationale Institutionen wie die Europäische Union, die Vereinten Nationen, Regierungen weltweit, Stiftungen und Unternehmen.

Jobs geschaffen

Im vergangenen Jahr gab es den Angaben zufolge für die Flüchtlingshilfe Aufträge in Höhe von 179 Millionen Euro. In diesem Jahr seien bereits Aufträge für die kommenden drei Jahre in Höhe von 408 Millionen Euro eingegangen. Sie sollen unter anderem in Unterkünfte, Jobs und Bildung fließen. Schwerpunkte der Arbeit seien der Südosten der Türkei, der Nordirak, Libanon und Jordanien.

In den Ländern um Syrien schafft die GIZ im Auftrag des BMZ etwa 30.000 Jobs durch "gezielte Beschäftigungsmaßnahmen". Darunter sind einfache Tätigkeiten zu verstehen, wie etwa das Anlegen von Abwasserkanälen, das Anpflanzen von Bäumen oder die Abfallentsorgung in Flüchtlingscamps. So erhielten die Menschen schnell verfügbares Einkommen, das auch deren Familien zugutekomme. So profitierten insgesamt 150.000 Menschen davon.

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