Tag der Autobahnkirchen: Bischof ermutigt zu Pausen im Alltag

Tag der Autobahnkirchen: Bischof ermutigt zu Pausen im Alltag
Am Tag der Autobahnkirchen hat der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick die Menschen ermutigt, sich immer mal wieder Unterbrechungen vom Alltag zu gönnen.

Zum Beispiel "am Sonntag für den Gottesdienst, an den Werktagen für das tägliche Gebet, im Urlaub für Gespräche und gute Erfahrungen, während der Arbeit und im Beruf", sagte Schick in seiner Predigt im ZDF-Fernsehgottesdienst am Sonntag in der Autobahnkirche Sankt Thomas von Aquin im oberfränkischen Trockau (Kreis Bayreuth). "So finden Sie Frieden oder bleiben im Frieden", erläuterte der katholische Theologe.

Autobahnkirchen seien eine gute Möglichkeit zur Unterbrechung auf Reisen, sagte Schick. Dort könne jeder "wieder innerlich zur Ruhe kommen, entspannen, um dann ausgeruht, im inneren Frieden, wieder weiterzufahren". Der Erzbischof sagte, ihm gelinge es besonders gut, inneren Frieden zu finden, wenn er "still und konzentriert auf das Kreuz schaue". Der Längsbalken weise auf die gute Erde hin, die Schöpfung, aber auch nach oben zum Himmel, "zum guten Gott", der seine Hand schützend und segnend über die Menschen halte: "Schaue ich auf den Querbalken, fühle ich mich mit den Mitmenschen verbunden."

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Zum Tag der Autobahnkirchen haben am Sonntag viele der 44 Gotteshäuser entlang der Reiserouten zu besonderen Andachten eingeladen. Autobahnkirchen als "Raststätten für die Seele" gibt es bisher fast ausschließlich in Deutschland. Nach Angaben des Verbands der Versicherer im Raum der Kirchen in Kassel suchen jedes Jahr rund eine Million Menschen eine Ruhepause und Stärkung in einer der Kirchen.