Evangelischer Friedensbeauftragter wirbt für Gespräche mit Russland

Renke Brahms

Foto: epd-bild/Alasdair Jardine

Renke Brahms

Evangelischer Friedensbeauftragter wirbt für Gespräche mit Russland
Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat zu einem offeneren Umgang zwischen der Bundesregierung und Russland aufgerufen.

"Die Bundesregierung sollte das Gespräch mit Russland suchen und helfen, dass Feindbilder wieder abgebaut werden", erklärte Brahms zum 75. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am Montag in Bonn. Deutschland stehe aus historischen Gründen in "einer besonderen Verantwortung". Am 22. Juni 1941 hatte die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion überfallen.

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Die Beziehungen zwischen Russland und den Nato-Staaten beobachtet Brahms nach eigenen Worten mit Sorge. So stelle der Ukraine-Konflikt oder generell die zunehmende Zahl der Manöver von beiden Seiten ein "beunruhigendes Zeichen" dar. "Es darf nicht sein, dass eine nach dem Ende des Kalten Krieges überwunden geglaubte Konfrontation in Europa wieder aufbricht", erklärte Brahms.