Antidiskriminierungsstelle dringt auf Gesetz für Lohngleichheit

Antidiskriminierungsstelle dringt auf Gesetz für Lohngleichheit
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes fordert von der großen Koalition, das angekündigte Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit gegenüber Frauen auf den Weg zu bringen.

Union und SPD stünden bei den Frauen in der Pflicht, sagte Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, am Montag in Berlin. Ankündigungen müssten Taten folgen.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) plant ein Gesetz, das Frauen in der Bundesverwaltung und größeren Unternehmen ein Auskunftsrecht über den Verdienst von Kollegen einräumt. Frauen bräuchten Klarheit und Transparenz, um ihre Rechte einfordern zu können, sagte Lüders. Koalitionsintern ist das Vorhaben von Schwesig aber noch umstritten.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts verdienten Frauen 2015 im Durchschnitt 21 Prozent weniger als Männer. Bei gleicher Qualifikation und Position betrug die Lücke rund sieben Prozent. Laut Antidiskriminierungsstelle zählt Deutschland damit europaweit zu den Schlusslichtern beim Thema Lohngerechtigkeit.