Zahl der Erdbeben-Opfer in Ecuador auf mehr als 500 gestiegen

Rettungshelfer in Manta, Ecuador.

Foto: dpa/Christian Escobar Mora

Rettungshelfer in Manta, Ecuador.

Zahl der Erdbeben-Opfer in Ecuador auf mehr als 500 gestiegen
Nach dem Erdbeben in Ecuador steigt die Zahl der Opfer weiter. Die Staatsanwaltschaft meldete bis Dienstagabend (Ortzeit) 525 Tote in der Provinz Manabí.

Tausende Menschen wurden verletzt, als das Beben am Samstag die ecuadorianische Küstenregion mit einer Stärke von 7,8 erschütterte. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst und unter den Trümmern vermutet. Die Hoffnung, sie noch lebend zu finden, sank am Mittwoch weiter.

Die meisten Toten wurden im Badeort Pedernales registriert, wo auch das Epizentrum lag. Die Stadt mit rund 40.000 Einwohnern ist weitgehend zerstört. Tausende Menschen sind obdachlos. Präsident Rafael Correa bezifferte die Schäden nach Berichten des ecuadorianischen Fernsehens auf zwei bis drei Milliarden Dollar.

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Angesichts der anhaltend hohen Zahl von Migranten aus Venezuela beraten mehrere lateinamerikanische Staaten ab Montag über die Flüchtlingskrise. "Wir haben ein ernsthaftes Problem in der Region", sagte Ecuadors stellvertretender Migrationsminister Santiago Chávez.
Das abgeschiedene Dorf Salinas in den ecuadorianischen Anden liegt in rund 3.500 Metern Höhe. Es gilt heute als Paradebeispiel gelungener Entwicklungshilfe.

Ecuador liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo Erdstöße keine Seltenheit sind. Kontinental- und Ozeanplatten stoßen dort aufeinander. Am Samstag hatte sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte die Nazca-Platte unter die Südamerikanische Platte geschoben und das Beben ausgelöst.