Stiftung eröffnet Lutherarchiv in Eisleben

Stiftung eröffnet Lutherarchiv in Eisleben
Nach zweieinhalbjährigen Bauarbeiten wird am Freitag das Lutherarchiv-Haus in Eisleben in Sachsen-Anhalt eröffnet. Zuvor war das historische Gebäude denkmalgerecht saniert und erweitert worden, teilte die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt am Mittwoch in Wittenberg mit.
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Damit sei es gelungen, ein weiteres wichtiges Bauvorhaben rechtzeitig vor dem 500. Reformationsjubiläum im nächsten Jahr abzuschließen. Eisleben ist Geburts- und Sterbeort des Reformators Martin Luther (1483-1546).

Die Stiftung erhält im Lutherarchiv erstmals eigene Depoträume in Eisleben. Es soll die Sammlungsbestände der Stiftung sowie die Bestände aus der Turmbibliothek aus der St. Andreaskirche in Eisleben aufnehmen. Zudem wurden Räume für Veranstaltungen und Bildungsangebote geschaffen.



Die Baukosten von 1,45 Millionen Euro wurden aus dem Investitionsprogramm Nationale Unesco-Welterbestätten des Bundesbauministeriums sowie von der Stadt Eisleben übernommen. Bei dem Lutherarchiv handele es um ein auch städtebaulich wichtiges Vorhaben, erklärte Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) in einem Grußwort. Mit dem Projekt in Eisleben werde deutlich, dass Archive aktive Orte sind, die die Geschichte ins Bewusstsein der Gesellschaft bringen können. Vergangenheit und Zukunft würden dadurch untrennbar miteinander verbunden.

Die Stiftung hat das 1862 als Schule errichtete Haus in der Seminarstraße komplett entkernen und anschließend innen neu aufbauen lassen. Dabei wurde die ursprüngliche Fassade aus großen Schlackesteinen integriert. Das Gebäude stand seit mehr als 20 Jahren leer und gehört seit 2005 der in Wittenberg ansässigen Stiftung.

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