Twittern zum "Tatort" wird immer beliebter

Twittern zum "Tatort" wird immer beliebter
Twittern während der Ausstrahlung der ARD-Krimiserie "Tatort" wird immer populärer.

Die durchschnittliche Zahl der Tweets ist in den vergangenen Jahren von rund 6.000 pro "Tatort" im Jahr 2013 auf über 9.000 im ersten Quartal 2016 gestiegen, wie BR Data, das datenjournalistische Team des Bayerischen Rundfunks (BR), am Freitag mitteilte.

Hohe Aktivität zum Ende des Falles

Für das Projekt "#Tatort in der Twitter-Analyse" wurden sämtliche Tweets zum Hashtag #Tatort ausgewertet, die bei den Erstausstrahlungen zwischen dem 1. April 2013 und dem 31. März 2016 abgesetzt wurden. Das waren nach Angaben von BR Data bei 114 Fällen 930.000 Tweets.

Spitzenreiter ist mit 20.557 #Tatort-Tweets der mehrfach ausgezeichnete Ulrich-Tukur-Fall "Im Schmerz geboren". Dicht dahinter folgt der erste Franken-"Tatort" des BR vom April 2015 (18.062), danach zwei Episoden mit Til Schweiger in Hamburg (17.143 und 16.167) sowie der letzte Auftritt von Simone Thomalla und Martin Wuttke als MDR-Duo in Leipzig im Frühjahr 2015 (15.529). Der Durchschnitt aller untersuchten Fälle liegt bei 8.461 Tweets zum #Tatort.

Zu den 114 analysierten "Tatort"-Folgen haben insgesamt 73.730 verschiedene Twitter-Nutzer mindestens einen Tweet abgeschickt. Die höchste Twitter-Aktivität sei fast immer zum Ende jedes Falles zu beobachten, wenn viele Nutzer ihr Fazit zögen, hieß es.

Dabei garantierten hohe Einschaltquoten nicht automatisch auch eine hohe Twitter-Aktivität, wie BR Data mitteilte. So liegt zum Beispiel das Münsteraner Ermittlerduo, das regelmäßig TV-Quoten in Rekordhöhe einfährt, in Sachen Twitter-Resonanz mit im Schnitt 10.286 Tweets pro Fall nur im Mittelfeld.