Goldener Bär für "Fire at sea"

Goldener Bär für "Fire at sea"
Der Dokumentarfilm "Fire at sea" des Italieners Gianfranco Rosi hat bei der diesjährigen Berlinale den Goldenen Bären gewonnen.

Der auf der italienischen Insel Lampedusa spielende Film nähert sich der Flüchtlingskatastrophe auf dem Mittelmeer durch stille Beobachtung, abseits traditioneller Berichterstattungsformen. In seiner Dankesrede sagte Rosi am Samstagabend in Berlin, er hoffe, dass sein Werk ein Bewusstsein dafür schaffe, dass das Sterben der Menschen auf dem Mittelmeer nicht zu akzeptieren ist.

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Zudem vergab die Internationale Jury unter dem Vorsitz der US-Schauspielerin Meryl Streep bei der Abschlussgala sieben Silberne Bären. Im Wettbewerb der Berlinale wurden 23 Filme präsentiert, davon liefen fünf außer Konkurrenz. Insgesamt waren bei dem Festival mehr als 400 Produktionen zu sehen.

Die am 11. Februar eröffneten 66. Internationalen Filmfestspiele Berlin gehen am Sonntag mit einem Publikumstag zu Ende. Während der elf Festivaltage kamen zahlreiche Filmstars in die deutsche Hauptstadt, unter ihnen George Clooney, Gérard Depardieu, Tilda Swinton und Emma Thompson.