Religiöse Atomkraftgegner und Juristen wollen sich verbünden

Religiöse Atomkraftgegner und Juristen wollen sich verbünden
Anlässlich des fünften Jahrestags der Atomkatastrophe von Fukushima am 11. März wollen sich Vertreter von Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie Juristen gegen die Nutzung der Atomkraft stärker verbünden.

Zur Tagung "Recht und Religion gegen atomare Risiken" treffen sie sich vom 9. bis 11. März in Frankfurt am Main. Die Referenten kommen aus Europa, Nordamerika, Japan und Korea, wie der Referent für Friedensbildung im evangelischen Zentrum Ökumene, Wolfgang Buff, dem epd sagte.

Ziel der Tagung sei, Atomkraftgegner aus verschiedenen Milieus zusammenzuführen, um gegen die atomare Kette vom Uranabbau bis zur Endlagerung des Strahlenmülls vorzugehen. In diesem Jahr erinnere die Tagung auch an den 30. Jahrestag der Explosion des Atomkraftwerks im ukrainischen Tschernobyl am 26. April.

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Landesbischof Ralf Meister
Niedersachsen will die Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll mit umfassender Bürgerbeteiligung begleiten. "Ein gesellschaftlicher Konsens ist nötig, damit später Betroffene die Entscheidung für einen Standort akzeptieren", sagte Landesbischof Ralf Meister.

Die internationale Tagung beginnt am 9. März um 13.30 Uhr im evangelischen Zentrum Verkündigung, Markgrafenstraße 14 in Frankfurt am Main. Sie wird am 10. März um 9 Uhr im Martin-Niemöller-Haus in Arnoldshain bei Schmitten im Taunus bis zum 11. März fortgesetzt.