Stuttgart: Proteste gegen "Gender"-Symposium des Bündnisses "Ehe und Familie"

Stuttgart: Proteste gegen "Gender"-Symposium des Bündnisses "Ehe und Familie"
Rund 300 Personen haben am Samstag in der Stuttgarter Innenstadt gegen ein Symposium des Aktionsbündnisses "Ehe und Familie - Demo für alle" demonstriert. Das Symposium mit rund 750 Teilnehmern fand in der Liederhalle statt, die Gegendemonstranten protestierten vor dem Halleneingang und am Berliner Platz, wie die Polizei mitteilte.

Während ein Großteil ab 9 Uhr morgens friedlich demonstriert und Transparente hochgehalten habe, sei von einigen Demonstranten aus dem mutmaßlich linken Spektrum der Eingang blockiert worden. Dadurch sei mehreren Symposiumsteilnehmern der freie Zugang erschwert worden.

Gegen Gleichstellung homosexueller Paare und Aktionsplan der Landesregierung

Das Symposium hatte "Gender und Sexualpädagogik auf dem Prüfstand der Wissenschaften" zum Thema. Nachdem ein zweiter Zugang zur Halle eingerichtet wurde, habe sich die Gegendemo ab 10.45 Uhr langsam aufgelöst. Nur vereinzelt hätten Polizisten einschreiten müssen, um Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und den Teilnehmern des Symposiums zu verhindern. Mehr als 400 Beamte seien am Samstag im Einsatz gewesen. Bis auf einen Pressefotografen, der von einem mutmaßlich linken Gegendemonstranten an seiner Arbeit gehindert worden sein soll, seien bislang keine Anzeigen bekanntgeworden.

Das Aktionsbündnis "Ehe und Familie - Demo für alle" hat sich dem Schutz der Ehe zwischen Mann und Frau verschrieben und ist gegen eine Gleichstellung homosexueller Paare. Bundesweite Bekanntheit erlangte das Bündnis mit seinen Großdemonstrationen gegen den Bildungs- und den Aktionsplan der grün-roten baden-württembergischen Landesregierung, mit denen die Diskriminierungen von Homosexuellen abgebaut werden sollen. Das Bündnis sieht darin einen Angriff auf traditionelle christliche Werte und fürchtet eine Sexualisierung der Kinder.

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