Sieger im Wettbewerb zur Reformations-Weltausstellung geehrt

Sieger im Wettbewerb zur Reformations-Weltausstellung geehrt
Käßmann: Wittenberg sendet Botschaft in die Welt
Im Studentenwettbewerb zur Weltausstellung Reformation 2017 in Wittenberg sind am Dienstag die Sieger geehrt worden. Erste Preise für Entwürfe zur Gestaltung der sieben "Tore der Freiheit" der Schau wurden in der Lutherstadt Teams von acht Hochschulen zuerkannt. Eine Laudatio hielt die Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das 500. Reformationsjubiläum 2017, Margot Käßmann.

Die Tore sollten vor allem symbolisieren, dass 2017 von Wittenberg eine Botschaft in die Welt hinausgehe, erklärte die Theologin. Dabei werde es wie in der Weltausstellung auch um hochaktuelle Fragen wie etwa um Flüchtlinge sowie Krieg und Frieden gehen. Kernthema sei Luthers fundamentale Erkenntnis von der Freiheit des Christenmenschen, die von Gott geschenkt sei, sagte Käßmann. Sie ist auch Vorsitzende des Projektausschusses Weltausstellung Reformation.

Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) betonte das große Engagement von Kirchen, Bürgern und staatlichen Stellen bei der Vorbereitung des Reformationsjubiläums. Dass die Welt 2017 auf Wittenberg blicke, sollte als Chance genutzt werden, um klare Botschaften auch zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen zu senden, sagte er.

Die "Tore der Freiheit" sollen um die Wittenberger Altstadt herum Besucher thematisch auf die Weltausstellung einstimmen. An dem Ideenwettbewerb hatten Studenten verschiedener Fachrichtungen an 21 deutschsprachigen Hochschulen teilgenommen. Die Gewinner kommen von Universitäten und Hochschulen aus Weimar, Düsseldorf, Mainz, Cottbus-Senftenberg, Stuttgart und Berlin sowie Salzburg und Wien.

Im Themenbereich "Kultur" wurden zwei erste Preise vergeben, die zusammengeführt werden sollen. Die Auszeichnungen bestehen aus einer gläsernen Stele und sind jeweils mit einer Prämie von 5.000 Euro verbunden. Die Tore gliedern sich in die Themen "Welcome", "Spiritualität", "Jugend", "Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung", "Globalisierung", "Ökumene und Religion" sowie "Kultur". Sie sollen den Rahmen für die Weltausstellung vom 20. Mai bis 10. September 2017 bieten.

2,5 Millionen Euro Gesamtkosten

Die Gesamtkosten für die Umsetzung der Pläne werden auf 2,5 Millionen Euro geschätzt. Die Bauarbeiten für die ersten Tore beginnen 2016. Zum Beispiel wurde für den Bereich "Welcome" ein Entwurf der Bauhaus-Universität Weimar für einen fast 30 Meter hohen Aussichtsturm am Wittenberger Bahnhof ausgewählt. Die Wände des Turms sollen mit den 95 Thesen Martin Luthers (1483-1546) bedruckt werden. Luthers Thesenanschlag am 31. Oktober 1517 in Wittenberg gilt als Beginn der Reformation.

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