Kirche von England: Verheirateter schwuler Geistlicher in Synode

Kirche von England: Verheirateter schwuler Geistlicher in Synode
Ein verheirateter schwuler Geistlicher der Kirche von England ist in die Generalsynode gewählt worden.

Wie die britische Tageszeitung "Daily Telegraph" am Dienstag berichtete, gab Andrew Foreshew-Cain seine Wahl über den Kurznachrichtendienst Twitter bekannt und schrieb "No Surrender!" (keine Kapitulation). Er hoffe, seine Wahl werde gemeinsam mit anderen offen schwul lebenden Geistlichen und Laien zu einer "liebevollen und mitfühlenden" Kirche führen.

Traditionalisten forderten, seine Wahl für ungültig zu erklären und ihn zu entlassen. Sie werfen ihm vor, trotz des Verbots der Kirche von England für Geistliche, gleichgeschlechtliche Ehen einzugehen, einen Mann geheiratet zu haben.

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Priester und Bischöfe in der Kirche von England dürfen zwar homosexuell sein, müssen dann aber zölibatär leben. Mehrere verheiratete schwule Priester wurden bereits suspendiert, da von Priestern erwartet werde, "vorbildhaft" zu leben. Die Kirche von England hatte ihren Priestern die Homo-Ehe untersagt, nachdem diese von der britischen Regierung eingeführt worden war.