Internationale Tagung zu Bekenntnisschriften der Reformation

Internationale Tagung zu Bekenntnisschriften der Reformation
Bekenntnisschriften aus dem Jahrhundert der Reformation stehen ab Mittwoch im Mittelpunkt einer internationalen Tagung an der Forschungsbibliothek Gotha.

Unter dem Motto "Bekennen und Bekenntnis" werden auf der dreitägigen Veranstaltung vor allem die Bedingungen für das Entstehen der zahlreichen Bekenntnistexte diskutiert, wie die Einrichtung der Universität Erfurt am Montag mitteilte. 

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Senthuran Varatharajah
"Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein Dunkles Bild." Der Schriftsteller Senthuran Varatharajah predigt über das Hohelied der Liebe und erzählt von seinem Freund Tarif, den er Bruder nannte, und der sich das Leben nahm.
Gesprächsrunde des Wartburg-Experiments am 2. November 2021 im Erfurter Augustinerkloster.
Im Rahmen eines Podiumsgesprächs traf sich Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) mit den Autor:innen des "Wartburg-Experiments". Dabei ging es um persönliche Erlebnisse mit der Bibel-Übersetzung Martin Luthers.

Neben Schriften Luthers (1483-1546) gehe es dabei auch um spätere Texte seiner Schüler und Anhänger, heißt es. Darüber hinaus soll anhand von Einzelbeispielen auch der Umgang mit Bekenntnissen bis ins 19. Jahrhundert erörtert werden. Im 16. Jahrhundert entstanden nach Angaben der Veranstalter im Vergleich zu anderen Epochen überdurchschnittlich viele Bekenntnistexte. Entgegen der ursprünglichen Intention führten sie jedoch letztlich zur Entstehung von Konfessionskirchen. Zu den bekannten Bekenntnisschriften Luthers gehören das "Bekenntnis vom Abendmahl" von 1528 und die "Schmalkaldischen Artikel" von 1537.