Heidrun Schnell wird neue Leiterin der EKD-Finanzabteilung

Heidrun Schnell wird neue Leiterin der Finanzabteilung im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Foto: ekbo

Heidrun Schnell ist seit 2007 Vorsitzende der Steuerkommission der EKD.

Heidrun Schnell wird neue Leiterin der EKD-Finanzabteilung
Die Berliner Oberkonsistorialrätin Heidrun Schnell (46) wird neue Leiterin der Finanzabteilung im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Schnell wird Nachfolgerin von Thomas Begrich (64), der im nächsten Jahr in den Ruhestand geht, wie die EKD am Montag in Hannover mitteilte. Die Juristin leitet derzeit die Abteilung Finanzen im Konsistorium der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Sie ist in der Berliner Landeskirche zudem für die Bereiche Vermögen, Steuern, Versicherungen, Friedhöfe, Meldewesen, Grundstücke, Forstwirtschaft und das Kirchliche Bauamt zuständig.

Die aus dem siebenbürgischen Hermannstadt in Rumänien stammende Schnell tritt den neuen Posten voraussichtlich am 1. April 2016 an. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm gratulierte der künftigen Finanzchefin. Mit ihr gewinne die EKD eine erfahrene Leitungskraft, die in der Gemeinschaft der Landeskirchen in Finanz- und Steuerfragen breite Anerkennung genieße. Seit 1998 ist Schnell Mitglied der Steuerkommission der EKD, seit 2007 deren Vorsitzende.

Nach den Staatsprüfungen in Rechtswissenschaft promovierte Schnell 1997 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, wo sie als Wissenschaftliche Referentin am Freiherr-vom-Stein-Institut, der Wissenschaftlichen Forschungsstelle des Landkreistages Nordrhein-Westfalen tätig war. Ein Jahr später wechselte sie als Referatsleiterin zur damaligen Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, 2002 übernahm sie im Konsistorium die Abteilungsleitung.

Begrich ist seit 2003 Finanzchef der EKD. Überdies ist er maßgeblich an den Reformprozessen der evangelischen Kirche beteiligt. Vor seinem Wechsel nach Hannover war Begrich in Magdeburg Finanzdezernent der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen. Er stammt aus einer alten Pastorenfamilie in Mitteldeutschland. In Halle an der Saale studierte Begrich zunächst Theologie, wurde wegen Wehrdienstverweigerung exmatrikuliert. In einem Erfurter VEB war er Abteilungsleiter für Wirtschaftskontrolle. In einem Fernstudium studierte er Betriebswirtschaft und Rechtswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zudem war er Verwaltungsleiter am evangelischen Johanniter-Krankenhaus in Genthin.

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