Integrationsbeauftragte: Stau bei Asylanträgen schnell auflösen

Integrationsbeauftragte: Stau bei Asylanträgen schnell auflösen
Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), sieht die zügige Bearbeitung von Asylanträgen als eine Hauptherausforderung der deutschen Flüchtlingspolitik.

Schnelle Verfahren seien notwendig, um auch für die Flüchtlinge Klarheit zu schaffen, sagte sie im Deutschlandfunk-Interview am Sonntag. "Diesen Antragsstau müssen wir wegbekommen", erklärte sie mit Blick auf derzeit mehr als 200.000 unbearbeitete Anträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Die Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland kritisierte Özoguz als menschenverachtend. Sie sei darüberhinaus entsetzt gewesen, dass Mitarbeiter des Roten Kreuzes mit Steinen beworfen wurden. "Das passiert denen nicht einmal in Kriegsgebieten." Äußerungen, dass in Deutschland massenhaft Asylmissbrauch betrieben würde, ärgerten sie, betonte die Integrationsbeauftragte. "Die meisten, die allermeisten Menschen gehen nicht aus Lust und Laune irgendwo hin oder eben, weil sie kriminell sein wollen, sondern aus Verzweiflung." Dies müsse man offenbar noch viel deutlicher machen.

Mehr zu Flüchtlinge
Beim zentralen Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen hat der evangelische bayerische Landesbischof Bedford-Strohm die Pfarrerinnen, Priester und Nonnen in Deutschland gewürdigt, die Geflüchteten Kirchenasyl geben.
Migranten in Warteschlange für Essen und Trinken
Die Kirchen fordern von der Politik einen menschenwürdigen Umgang mit Migranten. Migration sei eine globale Herausforderung, deshalb könnten Probleme nicht allein national gelöst werden, sagte der frühere rheinische Präses Rekowski.