Ecuador will Umweltzusammenarbeit mit Deutschland wieder aufnehmen

Ecuador will Umweltzusammenarbeit mit Deutschland wieder aufnehmen
Ecuador will die Entwicklungszusammenarbeit mit Deutschland im Umweltbereich wieder aufnehmen. "Die deutsche Kooperation wird fortgeführt, insbesondere in Umweltfragen", sagte Präsident Rafael Correa in seiner wöchentlichen Fernsehsendung, die am Samstag von Mailand aus gesendet wurde.

Im Dezember hatte Ecuador die Zusammenarbeit mit Deutschland im Umweltschutz einseitig beendet. Grund für den diplomatischen Streit war die verweigerte Einreise-Erlaubnis für deutsche Parlamentarier, die den Yasuní-Nationalpark im Amazonasbecken besuchen wollten. Dort werden neue Ölfelder erschlossen. Die ecuadorianische Regierung hatte betont, der Besuch sei nicht abgesprochen gewesen, und hatte sich eine Kontrolle von außen verbeten.

Am Rande des Lateinamerika-Gipfels in Brüssel habe er mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gesprochen, sagte Correa. Die festgefahrene Situation habe geklärt werden können, heißt es laut offiziellen Medienberichten. Eine Stellungnahme der Bundesregierung lag zunächst nicht vor.

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Angesichts der anhaltend hohen Zahl von Migranten aus Venezuela beraten mehrere lateinamerikanische Staaten ab Montag über die Flüchtlingskrise. "Wir haben ein ernsthaftes Problem in der Region", sagte Ecuadors stellvertretender Migrationsminister Santiago Chávez.
Das abgeschiedene Dorf Salinas in den ecuadorianischen Anden liegt in rund 3.500 Metern Höhe. Es gilt heute als Paradebeispiel gelungener Entwicklungshilfe.

Deutschland ist in Ecuador vor allem im Umweltschutz aktiv. Im vergangenen Jahr startete ein neues Programm im Yasuní-Nationalpark.  Dieses liegt seit dem Streit auf Eis.

Hier finden Sie die offizielle Mitteilung (Spanisch) und hier der Link zur Fernsehshow des Präsidenten (Spanisch).