Evangelische Konferenz für Straffälligenhilfe löst sich auf

Evangelische Konferenz für Straffälligenhilfe löst sich auf
Die 88 Jahre alte Evangelische Konferenz für Straffälligenhilfe hat ihre Auflösung beschlossen.

Die Mitgliederversammlung des Vereins in Berlin habe den Beschluss gefasst, die im vergangenen Oktober vereinbarte Fusion mit der Evangelischen Obdachlosenhilfe zu ermöglichen, sagte der Vorsitzende Karl Heinrich Schäfer am Montag in Wiesbaden. Im Anschluss wurde der Evangelische Bundesfachverband Existenzsicherung und Teilhabe gegründet. Der neue Verband kümmert sich in der Diakonie Deutschland um die Wohnungsnotfall- und Straffälligenhilfe zusammen.

Zu Vorstandsmitgliedern des Fachverbandes wurden den Angaben zufolge Helmut Bunde (Radebeul), Stefan Gillich (Frankfurt am Main) und Jens Rannenberg (Kästorf) gewählt. Die traditionsreiche Evangelische Konferenz für Straffälligenhilfe habe ihre Selbstständigkeit "nicht ganz freiwillig und schmerzfrei" aufgegeben, sagte Schäfer. Der Bundesverband der Diakonie habe die Stelle des Geschäftsführers nicht wieder besetzt und die finanzielle Unterstützung stark verringert. Die Straffälligenhilfe sollte in der Diakonie wieder einen höheren Stellenwert bekommen, forderte Schäfer, der Präses der hessen-nassauischen Synode sowie Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland war.

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