Präsidium der EKD-Synode sieht sechs Schwerpunkte bis 2021

Irmgard Schwaetzer

Foto: epd/Hanno Gutmann

Die Präses der EKD-Synode Irmgard Schwaetzer

Präsidium der EKD-Synode sieht sechs Schwerpunkte bis 2021
Mit dem Bericht des Präsidiums hat Präses Irmgard Schwaetzer die Tagung der EKD-Synode in Würzburg eröffnet. Neben der Entgegennahme der Berichte von Präsidium und Rat wählen die Synodalen am Samstag, 2. Mai, ein neues Präsidium und die Mitglieder der Ausschüsse der Synode. Außerdem beschließen sie über das Schwerpunktthema der Synodentagung im Herbst.

Die EKD-Synode plant, ihre Ausschüsse neu zu sortieren. Im Bericht des Präsidiums schlug das Präsidium vor, neben dem Nominierungsausschuss auf der konstituierenden Tagung nur drei weitere einzusetzen: den Ausschuss für Schrift und Verkündigung, den Rechtsausschuss und den Haushaltsausschuss. Die weiteren fünf Ständigen Ausschüsse, die in der Geschäftsordnung der Synode vorgesehen sind, sollen jeweils zwei Synodale in eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit dem Präsidium schicken, um über einen neuen Zuschnitt der thematischen Ausschüsse zu beraten. Darüber soll dann auf der Herbstsynode in Bremen entschieden werden.

Es handelt sich dabei um die folgenden Ausschüsse:

  • Diakonie, Mission und Ökumene
  • Ausschuss für Kirche, Gesellschaft und Staat
  • Ausschuss für Erziehung, Bildung und Jugend
  • Europaausschuss
  • Ausschuss für Bewahrung der Schöpfung (Umwelt und Entwicklung)

In seinem Bericht hat das Präsidium außerdem sechs Schwerpunkte der kommenden Arbeit vorgeschlagen:

Das Reformationsjubiläum 2017 soll der inhaltliche Schwerpunkt der Herbstsynode in Bremen sein, außerdem sind dazu zwei Projekte bereits vereinbart: eine gemeinsame "Pilgerreise" von Mitgliedern des Rates der EKD und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und ökumenische Versöhnungsgottesdienste in der Passionszeit 2017.

Anwaltschaftliches Handeln beschreibt das Präsidium als eine der Verpflichtungen, die in der Öffentlichkeit "Gehör und Resonanz" finden. Es gehe dabei vor allem darum, ungerechte Verhältnisse klar zu benennen und für Schwache und Wehrlose einzutreten.

Aus der fünften Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU V) leitet das Synodenpräsidium den Auftrag ab, die Kirche wieder attraktiver erscheinen zu lassen. Dazu können nach Meinung des Präsidiums vor allem die Synodalen aus Gemeinden und Kirchenkreisen beitragen. Die Zukunft der EKD stehe auf der Agenda der Synode, weil sie "während unserer Amtszeit" beginne, sagte Präses Irmgard Schwaetzer.

Als vierten Schwerpunkt macht das Präsidium den interreligiösen Dialog aus, um das Leitbild einer offenen Gesellschaft gegen die "offensichtliche Zunahme von Ausgrenzung, Angst und Fremdenfeindlichkeit" zu setzen.

Nach dem Erscheinen des Gleichstellungsatlas im vergangenen Jahr bleibt die Gleichstellung von Männern und Frauen in Leitungsgremien der EKD auch weiterhin auf der Agenda der Synode.

Und nicht zuletzt ist in der Amtsperiode der neuen Synode, die sich über die nächsten sechs Jahre erstreckt, auch ein abschließender Beschluss über das Verbindungsmodell zwischen EKD, UEK und VELKD in Aussicht. Zur Herbsttagung der Synode in Bremen sollen bereits Handlungsempfehlungen vorliegen, ein Beschluss über die Zukunft des Verbindungsmodells wird 2016 erwartet.

Die Synode der EKD endet am Sonntag, 3. Mai, mit dem Abschlussgottesdienst. Bis dahin wählen die Synodalen ein neues Präsidium, besetzen die Ausschüsse der EKD-Synode und beschließen das Schwerpunktthema der Synodentagung im Herbst 2015 in Bremen. Außerdem nimmt die Synode den Bericht des Rates entgegen, den Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm am Samstag halten wird.

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