Bischof Hein plädiert für gemeinsame europäische Sozialpolitik

Bischof Hein plädiert für gemeinsame europäische Sozialpolitik
Europa braucht nach Ansicht des kurhessischen Bischofs Martin Hein eine gemeinsame Sozialpolitik.

Das Ziel der 28 EU-Staaten müsse ein solidarisches Europa sein, sagte Hein am Montagabend bei einem Podiumsgespräch zum Thema "Europa: Friedensgemeinschaft, Wirtschaftsgemeinschaft, Wertegemeinschaft" in Kassel. In den vergangenen Jahren hätten die sozialen Unterschiede zwischen den Staaten in Europa aber eher zu- als abgenommen.

Das Projekt Europa selbst sei eine "Erfolgsgeschichte", sagte Hein. 28 Nationen hätten sich friedlich zusammengeschlossen und lösten ihre Konflikte nun auf diplomatischem Wege. "Weltweit gesehen ist Europa eine Insel des Friedens", sagte Hein. Der transnationale Charakter des christlichen Glaubens leiste hierzu einen wichtigen Beitrag.

Was zu Europa gehöre, sei allerdings nie eindeutig gewesen, sagte der Theologe. Wo Russland beginne, höre Europa noch nicht auf, sagte er unter Hinweis auf die Zarenzeit, in der Russland darum gekämpft habe, zu Europa zu gehören. Diese früheren Integrationsbemühungen seien nun aber unter Putin eingestellt worden.

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