De Maizière: Sorgen der "Pegida"-Mitläufer Ernst nehmen

De Maizière: Sorgen der "Pegida"-Mitläufer Ernst nehmen
Nach Ansicht von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) muss sich die Politik mit den Sorgen und Fragen der "Pegida"-Anhänger auseinandersetzen. Dies sei eine Frage des Respekts, sagte de Maizière am Dienstag bei einer Veranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung in Berlin.

Ihm gehe es dabei weder um die Organisatoren von "Pegida" noch um die Extremisten, die sich unter die Gruppe gemischt hätten, sondern um einen nicht unerheblichen Teil von Menschen, die sich Woche für Woche an den Märschen beteiligen.

Als Demokrat müsse man um sie werben und für demokratische Werte streiten, ergänzte der Bundesinnenminister. Jeglichen offenen oder verdeckten antisemitischen, rassistischen oder fremdenfeindlichen Aussagen erteilte der CDU-Politiker eine klare Absage.

In Dresden waren am Montagabend erneut Tausende Anhänger der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) auf die Straße gegangen. In Bonn verhinderten über 1.600 Gegendemonstranten, dass die bis zu 200 Teilnehmer einer Anti-Islam-Kundgebung durch die Innenstadt ziehen konnten.

Auch Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) erneuerte seine Kritik an der "Pegida"-Bewegung: "Ich habe kein Verständnis für die Verführer, aber auch kein Verständnis, für die, die sich einfach verführen lassen", sagte der SPD-Politiker. In diesem Zusammenhang begrüßte er das Engagement der Gegendemonstranten. "Es ist gut, dass Tausende Menschen gegen die Hetzer und für eine Willkommenskultur für Flüchtlinge demonstrieren." Man dürfe die Straße nicht den Rassisten und Ausländerfeinden überlassen.

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