Streit um Berliner "Körperwelten"-Museum vor Gericht

Plastinator Gunther von Hagens

Foto: dpa/Arno Burgi

Plastinator Gunther von Hagens auf einer Pressekonferenz anlässlich der Ausstellung "Körperwelten" in Dresden.

Streit um Berliner "Körperwelten"-Museum vor Gericht
Der Streit um das geplante "Körperwelten"-Museum von Leichen-Plastinator Gunther von Hagens beschäftigt am heutigen Dienstag das Berliner Verwaltungsgericht.

Das Bezirksamt Mitte hatte im September unter Verweis auf das Landes-Bestattungsgesetz die geplante Dauerausstellung unter dem Fernsehturm verboten. Dort will von Hagens konservierte Leichen und plastinierte, menschliche Körperteile zeigen. Laut Gesetz müssen Leichen beerdigt werden.

Die Initiatoren des "Körperwelten"-Museums stehen dagegen auf dem Standpunkt, dass für die Dauerausstellung keine Ausnahmegenehmigung durch den Bezirk benötigt wird, weil es sich bei den Plastinaten nicht um Leichen im Sinne des Berliner Bestattungsgesetzes handele. Zudem sei das Ausstellungsverbot nicht mit der Wissenschaftsfreiheit vereinbar.