Übergangsregierung in Burkina Faso tritt erstmals zusammen

Übergangsregierung in Burkina Faso tritt erstmals zusammen
Das neue Kabinett ist überwiegend mit Militärvertretern besetzt und hat die Aufgabe, bis November nächsten Jahres Wahlen zu organisieren.

In Burkina Faso ist am Montag die neue Übergangsregierung zu ihrer ersten Sitzung zusammengetreten. In dem Kabinett aus 26 Ministern werden vier Ressorts von Militärs geführt. Regierungschef Isaac Zida, selbst ein Soldat, soll der am Sonntagabend veröffentlichten Liste zufolge das Verteidigungsministerium leiten. Einer seiner engsten Vertrauten, Auguste Denise Barry, steht an der Spitze des Innenministeriums. Auch das für Rohstoffe zuständige Ministerium führt ein Militärvertreter. Das Amt des Außenministers übernimmt Interimspräsident Michel Kafando, der vor seiner Ernennung lange Jahre als Diplomat bei den Vereinten Nationen gearbeitet hatte.

Die Regierung hat die Aufgabe, bis November kommenden Jahres Wahlen abzuhalten. An ihr sind auch mehrere prominente Oppositionelle sowie Vertreter der Zivilgesellschaft beteiligt.

Ende Oktober hatte Burkina Fasos Präsident Blaise Compaoré nach 27 Jahren an der Macht seinen Rücktritt erklärt und war geflohen. Dem waren massive Proteste gegen eine geplante Verlängerung seiner Amtszeit vorausgegangen. Der jetzige Premier Zida hatte einen Tag nach Compaorés Flucht die Macht übernommen und unter internationalem Druck der Bildung einer Übergangsregierung zugestimmt.

Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder Afrikas. Seit seiner Unabhängigkeit von Frankreich 1960 hat es sieben Militärputsche erlebt.

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