Synodenpräses: IS mit "rein pazifistischen Wegen" nicht zu stoppen

Synodenpräses: IS mit "rein pazifistischen Wegen" nicht zu stoppen
Angesichts des medial inszenierten Terrors der radikalislamischen IS-Miliz hat Nordkirchen-Synodenpräses Andreas Tietze "rein pazifistischen Wegen zur Friedenssicherung" eine Absage erteilt.

Sie könnten derzeit das Ermorden ganzer Bevölkerungsgruppen etwa im Nordirak nicht stoppen, sagte der Grünen-Politiker bei einem "Politischen Abendgebet" in der Kieler St. Nikolaikirche am Montagabend laut vorab verbreitetem Redetext. Tietze mahnte, das Gespräch mit muslimischen Gruppen hierzulande nicht abreißen zu lassen.

Nach den Worten des Synodenpräses müsse der Propaganda von radikalen Organisationen wie der IS unter orientierungslosen Jugendlichen die Überzeugungskraft genommen werden. Dazu müssten jungen Menschen gute Perspektiven in der Gesellschaft geboten werden. Tietze verwies auf einen Satz im Matthäus-Evangelium der Bibel: "Wer das Schwert nimmt, soll durch das Schwert umkommen". Dieser Satz bringe auf den Punkt, dass es kein Entrinnen gebe aus der Spirale militärischer Gewalt. Deshalb müsse immer wieder versucht werden, "Menschen von ihrem Kriegspfad abzubringen". Das "Politische Abendgebet" unter dem Motto "Gottes Geist befreit zum Widerstehen" fand im Rahmen der christlichen Friedensdekade vom 9. bis 19. November statt.

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