Gedenken und Proteste auf den Philippinen ein Jahr nach "Haiyan"

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Gedenken und Proteste auf den Philippinen ein Jahr nach "Haiyan"
Ein Jahr nach dem verheerenden Taifun Haiyan auf den Philippinen haben am Samstag Zehntausende Menschen der Opfer gedacht.

Während überall die Kirchenglocken läuteten, legten Überlebende Blumen an Gräbern nieder, zündeten Kerzen an und beteten für die Toten. Bewohner ließen weiße Luftballons in den Himmel aufsteigen. Zugleich protestierten Betroffene der Katastrophe gegen die nach ihrer Auffassung unzureichende Unterstützung der Regierung beim Wiederaufbau.

Die Stadt Tacloban auf der Insel Leyte war durch den Taifun zu 90 Prozent zerstört worden. Nach offiziellen Angaben kamen auf den Zentralphilippinen insgesamt mehr als 6.200 Menschen ums Leben. Etwa 1.000 weitere werden bis heute vermisst, über vier Millionen Menschen wurden obdachlos. "Dem Gedenken entsprechende Bedeutung zu verleihen, ist auch für die kommenden Generationen wichtig", sagte der Bürgermeister von Tacloban, Alfred Romualdez.

"Masterplan" erst vor einer Woche genehmigt

Zugleich gingen die am Freitag begonnenen Proteste gegen die Regierung von Präsident Benigno Aquino weiter. Die Bewegung "People Surge", eine Initiative von Sturmopfern, sowie Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten werfen der Regierung in Manila vor, die Überlebenden nicht ausreichend zu unterstützen.



Die Betroffenen fordern unter anderem neue Häuser und Arbeitsplätze. Zugleich beschuldigten sie Behördenangehörige, Gelder für Hilfen und Wiederaufbau abgezweigt zu haben. Immer noch müssten Zehntausende Taifun-Opfer unter unzumutbaren Bedingungen leben. Ein milliardenschwerer "Masterplan" für den Wiederaufbau war von Präsident Aquino erst vor gut einer Woche genehmigt worden.

Die Regierung wies den den Vorwurf mangelnder Unterstützung zurück. Es stimme zudem nicht, dass man nur auf kurzfristige Lösungen setze, hatte Aquino bei einem Besuch der Stadt Guiuan in der Provinz Ost-Samar am Freitag erklärt. Er sei dafür, den Wiederaufbau lieber langsam und gründlich voranzutreiben als übereilt. Der Präsident war außerdem dafür kritisiert worden, dass er bei seinem Besuch im Katastrophengebiet die Stadt Tacloban außen vor gelassen hatte.
 

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