Burkina Fasos Militärführer weist Übergangsfrist zurück

Burkina Fasos Militärführer weist Übergangsfrist zurück
Burkina Fasos Militärführer Isaac Zida hat eine von der Afrikanischen Union geforderte Frist von 15 Tagen für den Übergang zu einer zivilen Regierung zurückgewiesen.

Entscheidend sei es, die Stabilität im Land zu bewahren, sagte Zida am Donnerstagabend bei der ersten Pressekonferenz seit seiner Machtübernahme am vergangenen Samstag. Darin bekräftigte er aber den unter internationaler Vermittlung zustande gekommenen Plan, binnen eines Jahres Neuwahlen abzuhalten. Die Opposition hatte diesem Vorhaben am Donnerstag geschlossen zugestimmt, konnte sich aber nicht auf einen Kandidaten für das Amt des Übergangspräsidenten einigen.

Ohne diese Einigung gilt es als ausgeschlossen, dass Zida seine Macht aufgibt. Vor der Presse in der Hauptstadt Ouagadougou erklärte der Militär, mögliche Sanktionen machten ihm keine Angst. Am Freitag vergangener Woche hatte Präsident Blaise Compaoré nach 27 Jahren an der Macht seinen Rücktritt erklärt und war in die Elfenbeinküste geflohen. Dem waren massive Proteste gegen eine geplante Verlängerung seiner Amtszeit vorausgegangen. Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder Afrikas. Seit seiner Unabhängigkeit von Frankreich 1960 hat es sieben Militärputsche erlebt.

Meldungen

Top Meldung
Christian Stäblein im Januar 2019 in der St. Marienkirche in Berlin-Mitte. (Archivbild)
Seit über einem halben Jahr steht fest, dass der Theologe Christian Stäblein dem bisherigen Berliner Bischof Markus Dröge im Amt nachfolgt. Am Samstag wurde der 52-Jährige in einem Festgottesdienst in sein neues Amt eingeführt.