Osnabrücker Bischof: Von Familiensynode mehr Mut zu Reformen gewünscht

Papst eröffnet Familiensynode

Foto: epd-bild/Paolo Galosi

Osnabrücker Bischof: Von Familiensynode mehr Mut zu Reformen gewünscht
Der Osnabrücker katholische Bischof Franz Josef Bode hat eine gemischte Bilanz der Familiensynode in Rom gezogen.

Der Papst habe eine offene Diskussion angestoßen, allerdings hätte er sich von den Kardinälen und Bischöfen noch mehr Mut zu Reformen gewünscht, sagte Bode der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstagsausgabe). "Man wird das, was eine Mehrheit der Bischöfe entschieden hat, nicht einfach ignorieren können", fügte er hinzu und bedauerte, dass es im Abschlussdokument weniger eindeutige Aussagen gegeben habe als im Zwischenbericht eine Woche zuvor.


In dem ersten Bericht hatte sich der ungarische Kardinal Peter Erdö für "mutige Entscheidungen" ausgesprochen. Beobachter hatten darin einen neuen Ton wahrgenommen. Im Dokument zum Ende der Synode fanden dagegen drei strittige Passagen zum Umgang der Kirche mit Homosexuellen und wiederverheiratet Geschiedenen zwar eine Mehrheit, aber nicht die eigentlich angestrebte Zwei-Drittel-Mehrheit, um die Haltung der gesamten Synode widerzuspiegeln.

"Aber es sind Mehrheiten", betonte der Osnabrücker Bischof, der innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz seit 2010 die Pastoralkommission leitet. Ausdrücklich würdigte Bode die positive Atmosphäre, in der die Kardinäle und Bischöfe in Rom debattiert hätten. Die Fragen könnten jetzt in der Bischofskonferenz gut weiter besprochen werden.

Im Vatikan hatten in den zurückliegenden zwei Wochen rund 200 Bischöfe und Kardinäle bei einer außerordentlichen Synode über die Themen Ehe und Familie beraten. In ihrem Abschlussdokument konnten die Bischöfe und Kardinäle keinen Konsens über den Umgang mit Geschiedenen, die wieder geheiratet haben, und Homosexuellen finden.

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