Kurden demonstrieren gegen IS-Gewalt in Kobane

Kurden demonstrieren gegen IS-Gewalt in Kobane
Tausende Kurden haben am Wochenende in mehreren deutschen Städten erneut gegen die in Syrien und im Nordirak kämpfende Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) demonstriert.

Bei einer Kundgebung in Bielefeld mit 1.700 Teilnehmern ging die Polizei gegen einzelne Randalierer vor. Dabei wurden zwei Personen durch Pfefferspray verletzt. In Bremen protestierten rund 900 Menschen gegen die Dschihadisten. Sie folgten dem Aufruf einer kurdischen Fraueninitiative unter dem Motto "Solidarität für Kobane".



Die Kurdenstadt Kobane an der syrisch-türkischen Grenze wird seit Wochen von IS-Einheiten belagert. 180.000 Menschen sind laut UNHCR bereits aus der Region geflohen. Seit Ende September fliegt eine US-geführte internationale Allianz Luftangriffe gegen die islamistischen Terroristen. Diese wurden in der Nacht zum Sonntag durch kurdische Truppen aus einem besetzten Stadtviertel zurückgedrängt.

In Bielefeld warnten die Demonstranten vor einem Eingreifen der Nato im Kurdengebiet. Auf Transparenten wurde zudem die Aufhebung des Verbots der Kurdischen Arbeiterpartei PKK verlangt. Die Bundesregierung lehnt dies weiter ab. Das Verbot bleibe "im Interesse der nationalen inneren Sicherheit ein unverzichtbares Regulativ", sagte ein Sprecher gegenüber der "Welt am Sonntag". In Deutschland leben rund 13.000 PKK-Anhänger.

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