Google: Sperrung von grausamen IS-Videos technisch schwierig

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Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Google: Sperrung von grausamen IS-Videos technisch schwierig
Google kann zwar Copyright-Verletzungen auf YouTube sehr schnell erfassen, aber für die Folter- und Enthauptungsvideos der Terroristen von IS gibt es keinen Filter. Google will die Bilder und Videos, die IS-Grausamkeiten zeigen, nun besser kontrollieren.

Google sucht nach eigenen Angaben derzeit nach Möglichkeiten, Videos von Enthauptungen und Folterungen durch die islamistische IS in der Suchmaschine zu sperren. "Diese grausamen Bilder bedeuten in vielen Fällen eine Gefährdung für Kinder und Jugendliche", sagte eine Sprecherin des Unternehmens am Samstag in Hamburg. Es sei allerdings auch aufgrund der Datenmenge technisch schwierig, dieses Problem zu lösen.

Der Kinderschutzbund in Schleswig-Holstein hatte Google am Donnerstag in einem offenen Brief zum Sperren von IS-Gewaltbildern aufgefordert. Wer dort unter dem Stichwort "Isis" recherchiere, finde grausame Bilder der Terrororganisation, schrieb die Landesvorsitzende Irene Johns. Auch der Google-Jugendschutzfilter verhindere das nicht. Schon für Erwachsene seien die Bilder "unvorstellbar hart". Johns: "Und Sie muten diese Bilder Kindern und Jugendlichen zu."

Google stelle seine abrufbaren Informationen aufgrund von automatisierten Vorgängen dar, erläuterte die Sprecherin. Technisch könne eine Sperrung von Inhalten nur über eine automatische Erkennung erreicht werden. Schwer umsetzbar sei die Sperrung auch dadurch, dass sich die Bilder zum Teil im Bereich legitimer Berichterstattung bewegten.

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