Fakultätentag befasst sich mit Pfarrernachwuchs

Noch nie waren die Berufschancen für angehende Pfarrer so gut wie heute

Foto: epd/Timm Schamberger

Fakultätentag befasst sich mit Pfarrernachwuchs
Künftig sollen weitere Hochschulstudiengänge die Ausbildung zum Seelsorger anbieten. Den evangelischen Kirchen winkt ab dem Jahr 2020 ein starker Pfarrermangel. Dann gehen die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhstand.

Der evangelisch-theologische Fakultätentag beschäftigt sich in diesem Jahr mit dem Pfarrernachwuchs. Bei der Versammlung, die am Donnerstag in Frankfurt am Main beginnt, sollen Bedingungen für einen berufsbegleitenden Studiengang als alternativen Weg zum Pfarramt beraten werden, sagte der Vorsitzende des Evangelisch-Theologischen Fakultätentags, Michael Moxter, am Mittwoch.

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Bislang gibt es einen derartigen Studiengang lediglich in Marburg. Angestrebt sei, an weiteren Hochschulen je nach Bedarf und nicht flächendeckend die Möglichkeit für ein berufsbegleitendes Studium zu schaffen, sagte der Hamburger Theologe. Den evangelischen Landeskirchen droht ab dem Jahr 2020, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen, ein starker Pfarrermangel.

Als Folge der Plagiatsaffären in den zurückliegenden Jahren beschäftigt sich der Fakultätentag zudem mit der Qualitätssicherung im Promotionswesen. Auf der Tagesordnung des dreitägigen Treffens steht auch eine Umfrage zur Mobilität von Studenten. Der Fakultätentag kommt einmal im Jahr zu seiner Plenarversammlung zusammen. Moxter hat den Vorsitz des Gremiums seit 2013 inne. Er ist auf zwei Jahre gewählt. Das Gremium vertritt 19 Fakultäten und Fachbereiche an deutschen Universitäten sowie drei kirchliche Hochschulen.