Gauck appelliert an Konfliktparteien im Nahen Osten

Deutschland spricht 2019
Gauck appelliert an Konfliktparteien im Nahen Osten
Bundespräsident Joachim Gauck hat die Konfliktparteien im Nahen Osten aufgerufen, sich um einen Waffenstillstand zu bemühen.

Er bedauere, dass die für heute vereinbarte humanitäre Feuerpause nicht realisiert wurde, teilte Gaucks Sprecherin am Freitag in Berlin mit.

Das Staatsoberhaupt hatte sich zuvor mit der Initiative "Salaam-Schalom" in Berlin-Neukölln getroffen, die sich für ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen einsetzt. Das Gespräch sei Gauck besonders vor dem Hintergrund der Lage in Gaza wichtig gewesen, erklärte die Sprecherin.

Der Bundespräsident verfolge die andauernden Kampfhandlungen mit allergrößter Sorge, sagte die Sprecherin. Er appelliere an beide Seiten, einen effektiven Waffenstillstand zu erreichen und wieder den Weg der Verhandlungen über eine nachhaltige Waffenruhe einzuschlagen. "Einzig eine politische Lösung für Gaza kann den Menschen in Israel und in Gaza dauerhaften Frieden bringen", erklärte die Sprecherin. 

Israel und die radikalislamische palästinensische Hamas hatten am Donnerstag eine 72-stündige Waffenruhe vereinbart. Laut Medienberichten gingen die Angriffe jedoch auch am Freitag weiter.