Zweiter leitender Ebola-Arzt an Virus gestorben

Zweiter leitender Ebola-Arzt an Virus gestorben
Ebola breitet sich in Westafrika weiter aus. Ein weiterer Arzt verlor beim Kampf gegen die Epidemie sein Leben.

Das tödliche Ebola-Virus in Westafrika macht auch vor Medizinern nicht halt: In Sierra Leone starb am Dienstag der leitende Arzt im Kampf gegen die Epidemie, Sheikh Umar Khan, wie der arabische Sender Al-Dschasira am Mittwoch berichtete. Gesundheitsminister Miatta Kargbo bezeichnete Khan als Nationalhelden und würdigte sein enormes Bemühen, das Leben anderer zu retten. Am Samstag war bereits einer der leitenden Ebola-Mediziner in Liberia gestorben, der Arzt Samuel Brisbane.

In Westafrika haben sich bereits mehrere Ärzte und Krankenschwestern bei der Arbeit mit Ebola-Patienten infiziert. Gegen das Virus gibt es bislang kein Heilmittel und keine Schutzimpfung. Nach den jüngsten Zahlen der Weltgesundheitsorganisation erkrankten rund 1.200 Menschen, davon starben mindestens 672. Die Infektion verläuft in 90 Prozent der Fälle tödlich. Auch zwei US-Amerikaner, die für eine Hilfsorganisation arbeiten, sind erkrankt.

Die pan-afrikanische Fluglinie ASKY kündigte am Dienstag an, alle Flüge nach Monrovia und Freetown, die Hauptstädte von Liberia und Sierra Leone, einzustellen. Zuvor war ein Fluggast aus Liberia kurz nach seiner Ankunft in Nigeria gestorben. Er hatte in Ghana und Togo Zwischenstopps eingelegt.

Die schwerste Ebola-Epidemie seit Entdeckung des Virus 1976 brach im März in Guinea aus. Derzeit sind vor allem Guinea und die Nachbarländer Liberia und Sierra Leone betroffen. 1976 waren rund 2.000 Menschen gestorben.
 

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