Kamerun verstärkt Kampf gegen Boko Haram

Kamerun verstärkt Kampf gegen Boko Haram
Nigerias Nachbarland Kamerun verdreifacht seine Soldaten an der Grenze zu Nigeria auf 3.000 Mann.

Wie der US-amerikanische Sender Voice of America am Sonntagabend berichtete, reagiert Kamerun damit auf die Entführung der Frau des stellvertretenden Regierungschefs durch die Terrororganisation Boko Haram am Sonntag.


Der Überfall ereignete sich in der Stadt Kolofata im Norden Kameruns an der Grenze zu Nigeria. Bei dem Angriff auf das Haus des Politikers Amadou Ali seien mindestens drei Menschen getötet worden, sagte ein Regierungssprecher. Der Vize-Ministerpräsident selbst sei von Sicherheitskräften in eine andere Stadt gebracht worden.

In Kolofata gab es nach dem Angriff auf das Haus des Politikers längere Kämpfe zwischen Regierungssoldaten und Boko-Haram-Kämpfern. Bei einem weiteren Angriff in Kolofata wurde den Angaben zufolge auch der Bürgermeister, der zugleich das geistliche Oberhaupt der Stadt ist, entführt.

Seit Freitag hatte es bereits mehrere Boko-Haram-Überfälle in Kamerun gegeben. An der Grenze gab es längere Gefechte zwischen Boko-Haram-Kämpfern und kamerunischen Soldaten. Im Mai hatte die radikale Gruppe bereits zehn chinesische Arbeiter in Nordkamerun gekidnappt

Auch im Norden Nigerias setzte die radikale Gruppe ihren Terror über das Wochenende fort. Am Sonntag wurden nach Angaben der nigerianischen Polizei mindestens fünf Menschen bei einem Bombenangriff der islamistischen Miliz auf eine katholische Kirche in der Stadt Kano getötet. Das Gotteshaus steht in einem überwiegend von Christen bewohnten Bezirk der Stadt.

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