Zentralrat der Muslime ruft vor Demonstrationen zu Zurückhaltung auf

Zentralrat der Muslime ruft vor Demonstrationen zu Zurückhaltung auf
Für den heutigen Al-Kuds-Tag sind in ganz Deutschland Demonstrationen und Kundgebungen geplant.

Kurz vor den Demonstrationen zum anti-israelischen Al-Kuds-Tag in Berlin hat der Zentralrat der Muslime in Deutschland zur Mäßigung aufgerufen. Generalsekretärin Nurhan Soykan mahnte am Freitag im Deutschlandradio Kultur ihre muslimischen Landsleute, sich angemessen zu verhalten. Es sei aber auch wichtig, dass die Politik nicht nur einseitig für Israel Position beziehe.

"Wir haben uns immer davon distanziert, Juden im Allgemeinen anzugreifen und zu beleidigen", sagte Soykan: Aber es müsse auch möglich sein, die israelische Politik, genauso wie die Politik anderer Länder, zu kritisieren. Es sei wichtig, eine Trennschärfe einzuhalten.

Ab dem Mittag wollen Islamisten zum Al-Kuds-Tag mit einem anti-israelischen Aufmarsch durch Berlin ziehen. Geplant sind zudem verschiedene Gegendemonstrationen. In diesem Jahr werden die Demonstrationen von der Eskalation des Nahost-Konflikts überschattet. Der Al-Kuds-Tag oder Jerusalem-Tag wird in islamischen Ländern bereits seit 1979 für Massendemonstrationen gegen Israel genutzt. Ausgerufen wurde er vom iranischen Revolutionsführer Ayatollah Ruhollah Chomeini.

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