Duisburg gedenkt der Opfer der Loveparade-Katastrophe

Duisburg gedenkt der Opfer der Loveparade-Katastrophe
Zum vierten Jahrestag der Loveparade-Katastrophe hat die Stadt Duisburg am Donnerstag mit einer öffentlichen Feierstunde am Unglücksort der Opfer gedacht.

Auch vier Jahre nach dem Unglück "schmerzt das Erinnern sehr", sagte Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD). Das Mahnmal, nicht weit vom Unglücksort entfernt, sei "ein würdiger Ort des Erinnerns". Am 24. Juli 2010 waren bei der Loveparade in Duisburg 21 Menschen bei einer Massenpanik ums Leben gekommen, über 500 wurden verletzt


Der Ombudsmann der Stadt für die Opfer, der evangelische Pfarrer Jürgen Widera, äußerte sich kritisch über die juristische Aufarbeitung. Viele Menschen könnten "nicht verstehen, dass Verantwortliche, die Schuld auf sich geladen haben, in der Anklage nicht vorkommen", sagte Widera. Im Februar hatte die Staatsanwaltschaft Anklage gegen vier Mitarbeiter des Veranstalters Lopavent sowie sechs Bedienstete der Stadt Duisburg erhoben. Ihnen werden fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Körperverletzung im Amt vorgeworfen.

Inzwischen gibt es erste bei Gericht eingegangene Zivilklagen von Opfern, die sich gegen den Veranstalter der Loveparade, die Stadt Duisburg sowie das Land Nordrhein-Westfalen als obersten Dienstherrn der Polizei richten.

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