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Zum Weltfahrradtag: Stationen am Weser-Radweg im Weserbergland

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Zum Weltfahrradtag: Stationen am Weser-Radweg im Weserbergland
Historisches Fachwerkhaus in Höxter.

Foto: Lena Ohm

Historisches Fachwerkhaus in Höxter.

Foto: Lena Ohm

Die weitgehend erhaltene mittelalterliche Stadtstruktur von <a href="https://www.hoexter.de/">Höxter</a> bezaubert mit ihren wunderschönen Fachwerkhäusern, von denen einige als gute Beispiele für den Stil der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Weserrenaissance">Weserrenaissance</a> dienen.

Innenraum der katholischen Pfarrkirche St. Nikolai im ostwestfälischen Höxter

Foto: Lena Ohm

Das Langhaus der katholischen <a href="http://pv-corvey.de/pastoralverbund/pfarrgemeinden/st-nikolai-hoexter/"> Pfarrkirche St. Nikolaikirche</a> im ostwestfälischen Höxter. Besonders beeindruckend: der 2007 nach dem Vorbild von 1782 rekonstruierte Hochaltar. In ihm befindet sich ein Ölgemälde mit der Darstellung der Anbetung der Madonna durch die Heiligen Liborius und Meinolf.

Das Adam-und-Eva-Haus in Höxter, Darstellung des Sündenfalls.

Foto: Lena Ohm

1533 hielt die Reformation Einzug in Höxter - vier Jahrzehnte später ließ sich der reiche Getreidehändler M. Molner ein großes, prächtiges Gebäude im Stil der Weserrenaissance bauen. Auf der Fassade wollte er die christliche Heilslehre verewigt sehen: von der Erbsünde, dargestellt als Adam und Eva unter dem Apfelbaum (s.o.), bis zur Erlösung mit dem wiederauferstandenen Jesus Christus als Gärtner. Dabei bediente er sich - zu der damaligen Zeit provokant - bei der katholischen Bildtradition und erzählte die Geschichte nicht in Bibelversen. Und damit hebt sich die Fassade von den meisten anderen Fachwerkhäusern in Höxter deutlich ab, die eben vorwiegend mit biblischen Sprüchen geschmückt sind.

Dampfer "Höxter" auf der Weser.

Foto: Lena Ohm

Vom Weserstrand und den Weserbrücken entlang des Weser-Radwegs (hier Höxter) hat man einen wunderschönen Blick übers Wasser. Und mit etwas Glück ist auf dem Wasser einiges los: Mehrere Dampfer (hier die auf der Arminiuswerft in Bodenwerder gebaute "Höxter", das größte Schiff der "Flotte Weser") sind auf der Weser unterwegs.

Die St. Kilianikirche in Höxter von außen.

Foto: Lena Ohm

Seit 1533 ist die Höxteraner <a href="https://www.hoexter-tourismus.de/urlaubsthemen/kultur-erleben/sehenswuerdigkeiten/st-kilianikirche.html">Kirche St. Kiliani</a> evangelisch, seit Sommer 2015 auch offiziell Radwegekirche. In der Kirche können Besucher unter anderem eine spätgotische Kreuzigungsgruppe, eine figuren- und ornamentreiche Renaissance-Kanzel und eine barocke Denkmalorgel bewundern.

Außenansicht der Marienkirche in Höxter.

Foto: Lena Ohm

Die evangelische Marienkirche wurde im Jahr 1283 erbaut und bildet heute gemeinsam mit dem zugehörigen ehemaligen Minoritenkloster einen Standort der "Klosterregion im Kulturland Kreis Höxter". Sie ist die zweite Radwegekirche der Stadt Höxter.

Außenansicht des karolingischen Westwerks der Abteikirche Corvey.

Foto: Lena Ohm

Das Westwerk von Corvey gilt als eines der letzten Zeugnisse karolingischer Architektur aus dem 9. Jahrhundert und als das weltweit einzig vorhandene Zeugnis des damals innovativen Bautyps Westwerk. Auch deshalb wurde <a href="https://www.unesco.de/kultur-und-natur/welterbe/welterbe-deutschland/karolingisches-westwerk-und-civitas-corvey">"Das Karolingische Westwerk und die Civitas Corvey"</a> am 21. Juni 2014 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Innenansicht der r Basilika St. Stephanus und St. Vitus der Benediktinerabtei Corvey

Foto: Kalle Noltenhans

Mittelalter trifft Barock: Die mittelalterliche Fassade täuscht von außen über das Aussehen im Inneren der <a href="http://pv-corvey.de/pastoralverbund/pfarrgemeinden/st-stephanus-vitus-corvey/">Basilika St. Stephanus und St. Vitus</a>. Denn mit Ausnahme des Westwerks wurde die karolingische Abteikirche 1665 abgebrochen. Stattdessen empfängt Besucher ein Saalbau im gotisierenden Stil mit einer reichen Innenausstattung aus der Zeit des Barock.

Altarraum der Lutherkirche Holzminden

Foto: Lena Ohm

Der erste protestantische Gottesdienst wurde 1568 in der <a href="http://www.luther-holzminden.de/">Lutherkirche</a> gehalten, die damals noch schlicht Stadtkirche hieß. Erst 1922 - mit dem Bau einer zweiten Kirche in Holzminden - wurde eine genauere Benennung notwendig: die Lutherkirche ward "geboren". In Abschnitten soll in den kommenden Jahren die Innenrenovierung und damit verbunden die Wiederherstellung der Innenausmalung im Kirchenschiff nach dem Stand des Jahres 1900 erfolgen. Bereits relativ früh nach der Einführung des Signets "Radwegekirche" bewarb sich die Gemeinde um die Auszeichnung und erhielt sie im Jahr 2012.

Blick auf den Weser-Radweg bei Heinsen

Foto: Lena Ohm

Der etwas mehr als 500 Kilometer lange Weser-Radweg, der von Hann. Münden im Weserbergland bis Cuxhaven an der Nordsee verläuft, wurde in der <a href="https://www.adfc.de/radreiseanalyse/die-adfc-radreiseanalyse-2017">ADFC-Radreiseanalyse 2017</a> zum zweitbeliebtesten Radfernweg ausgezeichnet.

St. Liborius Kirche Heinsen

Foto: Lena Ohm

Gegen 1300 erbaut, gehörte die heute Evangelisch-Lutherische Kirche St. Liborius zu einer der ältesten Liborius-Kirchen im damaligen Bistum Paderborn.

Außenansicht der uine der Eversteiner Burg bei Polle

Foto: Lena Ohm

Wahrscheinlich um das Jahr 1200 erbaut und erstmals 1285 erkundlich erwähnt, war die "Eversteiner Burg" bei Polle Sitz der Eversteiner Grafen. Heutzutage ist sie das angedichtete Zuhause der Märchenfigur Aschenputtel.

Innenansicht des Altarraums der Radwegekirche St. Markus in Dölme.

Foto: Karl Hahn

Die erste Radwegekirche des Kirchenkreises Holzminden-Bodenwerder steht in Dölme. Am 25. August 2011 hat der hannoversche Landesbischof Ralf Meister bei seiner Antrittsfahrradtour persönlich das Signet an die Markus-Kirche zu Dölme übergeben.

Außenansicht des Bodenwerderaner Rathauses und ehemaligen Herrenhauses derer von Münchhausen.

Foto: Joachim Meyer, Wikipedia (CC BY-SA 3.0), https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bodenwerder_Rathaus.jpg"

Die literarische Figur des "Lügenbarons von Münchhausen" kennen viele - die historische Person, Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen, hingegen nicht. Auf seinen Spuren kann man in seiner Geburtsstadt Bodenwerder wandeln. Das ehemalige Herrenhaus der Adelsfamilie dient heute als Rathaus, begraben liegt Münchhausen in der über 1.000-jährigen romanischen Klosterkirche von Bodenwerder-Kemnade.

Außenansicht der Schlosskirche St. Marien

Bernd Schwabe, Wikipedia (CC BY-SA 3.0), https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_H%C3%A4melschenburg#/media/File:Schlosskirche_St._Sankt_Marien_der_H%C3%A4melschenburg.jpg

Die St.-Marien-Kirche gehört zu den ersten Kirchen Norddeutschlands, die nach der Reformation gebaut wurden. Sie ist die älteste freistehende evangelische Kirche in Deutschland.

Außenansicht des Hameler Münster St. Bonifatius

Foto: Münster-Gemeinde St. Bonifatius

In der ältesten Kirche Hamelns wird seit mehr als 1.200 Jahren schon Gottesdienst gefeiert. Die ehemalige Kloster- und Stiftskirche in Hameln blickt aus architektonischer Sicht auf eine wechselhafte Vergangenheit zurück: romanische, gotische, barocke und neuromanische Einflüsse finden sich im heutigen Bau. Das <a href="https://www.muenster-hameln.de/">Münster St. Bonifatius</a> ist Radwegekirche, Pilgerkirche und Pilgerstation am Pilgerweg Loccum-Volkenroda.

Der Weltfahrradtag wird am 3. Juni begangen: Er wurde im April 2018 als ein offizieller UN-Tag des Bewusstseins über die gesellschaftlichen Vorteile der Fahrradnutzung verabschiedet. evangelisch.de beschreibt beispielhaft für viele andere attraktive Routen den Weser-Radweg von Höxter über Holzminden und Bodenwerder bis Hameln entlang - vorbei an malerischen Fachwerkhäusern, sehenswerten Kirchen und schöner Natur. Fast immer in direkter Sichtweite der Weser, die sich in einem Flusstal um verschiedene Höhenzüge schlängelt.

Diese Bildergalerie erschien bei evangelisch.de erstmals am 18.8.2018.