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Diese Handwerker bauen ein Kloster wie im Mittelalter

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Diese Handwerker bauen ein Kloster wie im Mittelalter
Zimmermann Daniel Witschard-Schruttke in der Holzkirche im Campus Galli.

Foto: Philip Frowein

Zimmermann Daniel Witschard-Schruttke in der Holzkirche im Campus Galli.

Foto: Philip Frowein

Daniel Witschard-Schruttke ist Zimmermann und arbeitet am Bau der Holzkirche mit. Etwa 40 Menschen drechseln, schmieden und flechten hier seit 2013 jeden Tag - und zwar in etwa so, wie es die Menschen vor 1.200 Jahren gemacht haben. Gebaut wird nach den Vorgaben des sogenannten St. Galler Klosterplans, einem Bauplan aus dem neunten Jahrhundert.

Andreas Herzog steht vor der Tabula, einem Klangholz, das viermal am Tag geschlagen wird.

Foto: Philip Frowein

Andreas Herzog steht vor der Tabula, einem Klangholz, das viermal am Tag geschlagen wird. Da die Mitarbeiter auf der Baustelle keine Armbanduhren tragen, signalisiert die Tabula um zehn Uhr den Start des Arbeitstages. Am Mittag kündigt ihr Klang Beginn und Ende der Mittagspause an, und um 18 Uhr den Feierabend. Außerdem wird sie bei drohenden Gefahren wie Feuer, Gewitter oder Sturm als Alarmsignal genutzt.

Wibke Kaese sitzt im Wald neben einem Holzkorb.

Foto: Philip Frowein

Wibke Kaese arbeitet in der Korbmacherei auf der Klosterbaustelle. Aus den Weidenzweigen werden nicht nur Körbe, sondern auch Unterstände für die Schafe auf dem Campus Galli geflochten.

Färberin Karin Kohler verarbeitet Schafswolle in ihrer Werkstatt.

Foto: Philip Frowein

Färberin Karin Kohler verarbeitet Schafswolle in ihrer Werkstatt. Wenn die Klosterstadt bei Meßkirch fertig ist, soll sie aus 52 Gebäuden bestehen. Ställe oder Kornspeicher sind darunter, eine Schule und ein mittelalterliches Krankenhaus, ebenso Bäckereien, Brauereien und eine 70 Meter lange Klosterkirche - so, wie es der St. Galler Klosterplan verlangt.

Historiker Erik Reuter sitzt auf einem Holzstück im Campus Galli.

Foto: Philip Frowein

Erik Reuter begleitet das Projekt seit 2009 als Historiker. In 80 Jahren soll die Klosteranlage fertig sein, vielleicht auch ein bisschen früher oder später.

Agrarbiologin Mareike Punzel hält eine Forke aus Holz in der Hand.

Foto: Philip Frowein

Die Agrarbiologin Mareike Punzel ist im Campus Galli für Ackerbau, Gemüsegarten und Grünland zuständig. Auf den Feldern werden alte Getreidearten, Hülsenfrüchte, Gemüse und Faserpflanzen angebaut, natürlich mit Methoden des neunten Jahrhunderts.

Nicole Kränkel sitzt im Kassenhaus vom Campus Galli.

Foto: Philip Frowein

Nicole Kränkel arbeitet an der Kasse und in der Landwirtschaft. Die Baustelle ist für Besucher geöffnet. Bis 2018 soll sich der Bau des "Campus Galli" durch die Eintrittsgelder von alleine tragen. Noch ist die Stadt Meßkirch Hauptsponsor der Mittelalter-Baustelle.

Ochsenführer Lars-Ole Schmutz mit einer Ziege.

Foto: Philip Frowein

Als Ochsenführer kümmert sich Lars-Ole Schmutz nicht nur um die Zugtiere, sondern auch um die Ziegen. Die sind auf der Baustelle des Campus Galli für die Rodung des Unterholzes zuständig.

Philip Frowein

Foto: Philip Frowein

Philip Frowein, geboren 1983 in Albstadt, studierte von 2008 bis 2014 Fotografie und Medien an der FH Bielefeld. Der Fotograf lebt in Zürich und Konstanz. Mehr Infos unter <a href=http://www.philipfrowein.com/>www.philipfrowein.com/</a>

Die Klosteranlage Campus Galli in Baden-Württemberg wird ohne moderne Technik nach Plänen aus dem neunten Jahrhundert errichtet. Fotograf Philip Frowein hat die Menschen auf der Klosterbaustelle für die Stiftung KiBa porträtiert. Ein Artikel dazu steht im Heft "Stiftung KiBa aktuell 3/2016, ab Seite 4.

Fotos: Philip Frowein | Text mit Material vom epd
Infos zur Serie
Ruhig, abgeschieden, geregelt. Mönche und Nonnen in Kutten. Gebetszeiten, Arbeitszeiten, Ruhezeiten. Je hektischer unsere Welt wird, desto mehr sehnen sich viele nach der Ruhe eines Klosters. Ob hier Gott zu finden ist?