Noch mal Leben vor dem Tod: Wenn Menschen sterben

Maria Hai-Anh Tuyet Cao, 52 Jahre

© Walter Schels

<p>Maria Hai-Anh Tuyet Cao, 52 Jahre, geboren am 26. August 1951. Erstes Porträt am 5. Dezember 2003, gestorben am 15. Februar 2004 im Hamburger Leuchtfeuer Hospiz.</p>

<p>Vermutlich wäre Maria Hai-Anh Tuyet Cao anders gestorben, wenn sie sich nicht mit der Lehre der Höchsten Meisterin Ching Hai vertraut gemacht hätte. Die Meisterin spricht: "Was sich jenseits dieser Welt befindet, ist besser als unsere Welt. Es ist besser als alles, was wir uns vorstellen oder nicht vorstellen können." Frau Cao trägt das Bild der Meisterin um den Hals. Unter ihrer Führung hat sie auf dem Weg der Meditation die jenseitige Welt schon bereist. Lange kann es nicht mehr dauern, bis sie dorthin abberufen wird: Ihre Lungenbläschen zerfallen. Aber sie wirkt heiter und gelassen.</p>

<p>"Der Tod ist nichts", sagt Frau Cao. "Ich lache über den Tod. Er ist nicht ewig. Danach, wenn wir zu Gott gehen, sind wir wunderschön. Nur wenn wir in der letzten Sekunde noch an einem Menschen hängen, müssen wir wieder auf die Erde zurück." Jeden Tag bereitet sich Hai-Anh Cao auf diesen Moment vor. Sie will sich im Augenblick ihres Todes von allem lösen.</p>

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Maria Hai-Anh Tuyet Cao, 52 Jahre

Maria Hai-Anh Tuyet Cao, 52 Jahre, geboren am 26. August 1951. Erstes Porträt am 5. Dezember 2003, gestorben am 15. Februar 2004 im Hamburger Leuchtfeuer Hospiz.

Vermutlich wäre Maria Hai-Anh Tuyet Cao anders gestorben, wenn sie sich nicht mit der Lehre der Höchsten Meisterin Ching Hai vertraut gemacht hätte. Die Meisterin spricht: "Was sich jenseits dieser Welt befindet, ist besser als unsere Welt. Es ist besser als alles, was wir uns vorstellen oder nicht vorstellen können." Frau Cao trägt das Bild der Meisterin um den Hals. Unter ihrer Führung hat sie auf dem Weg der Meditation die jenseitige Welt schon bereist. Lange kann es nicht mehr dauern, bis sie dorthin abberufen wird: Ihre Lungenbläschen zerfallen. Aber sie wirkt heiter und gelassen.

"Der Tod ist nichts", sagt Frau Cao. "Ich lache über den Tod. Er ist nicht ewig. Danach, wenn wir zu Gott gehen, sind wir wunderschön. Nur wenn wir in der letzten Sekunde noch an einem Menschen hängen, müssen wir wieder auf die Erde zurück." Jeden Tag bereitet sich Hai-Anh Cao auf diesen Moment vor. Sie will sich im Augenblick ihres Todes von allem lösen.

Walter Schels (Fotos), Beate Lakotta (Texte)

Tod und Trauer

Tod und Trauer

© Kzenon - stock.adobe.com

Es braucht Zeit, sich daran zu gewöhnen, es braucht andere Menschen, mit denen man zusammen traurig sein kann. Es braucht eine Bestattung, ein Ritual, in dem wir uns verabschieden können und in dem wir unsere Toten nun Gott anvertrauen. Wir haben Informationen bereitgestellt, die helfen können, die Zeit rund um die Beerdigung und die Trauer zu bestehen.

Noch mal Leben vor dem Tod: Wenn Menschen sterben
Geschichten von Menschen, die unheilbar krank sind, die davon erzählen, wie es ist, dem Tod sehr nahe zu sein und Abschied vom Leben nehmen zu müssen. Eindrucksvolle Porträts, aufgenommen kurze Zeit vor und unmittelbar nach dem Tod, begleiten sie.
30.03.2018
Walter Schels (Fotos), Beate Lakotta (Texte)