Heiliger Beton - Kirchen im Brutalimus

Friedenskirche in Monheim (1968-74)

© Steffen Schmitz 2013 CC BY-SA

Die Friedenskirche im rheinischen Monheim erinnert an ein zerklüftetes Betongebirge. Von 1968 bis 1974 entwarf der Schweizer Architekt Walter Maria Förderer diese Formen aus Beton. Bereits in den 1960er Jahren experimentierte Förderer mit Betonformen, die dem Brutalismus zugerechnet werden. Brutalismus ist ein Architekturstil der Moderne, der ab 1950 Verbreitung fand. Der Begriff hat seinen Ursprung im französischen "béton brut" ("roher Beton"), mit dem der französische schweizerisch-französische Architekt Le Corbusier seinen bevorzugten Werkstoff beschrieb.

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Friedenskirche in Monheim (1968-74)

Die Friedenskirche im rheinischen Monheim erinnert an ein zerklüftetes Betongebirge. Von 1968 bis 1974 entwarf der Schweizer Architekt Walter Maria Förderer diese Formen aus Beton. Bereits in den 1960er Jahren experimentierte Förderer mit Betonformen, die dem Brutalismus zugerechnet werden. Brutalismus ist ein Architekturstil der Moderne, der ab 1950 Verbreitung fand. Der Begriff hat seinen Ursprung im französischen "béton brut" ("roher Beton"), mit dem der französische schweizerisch-französische Architekt Le Corbusier seinen bevorzugten Werkstoff beschrieb.

Karola Kallweit
Lena Christin Ohm
Anika Kempf
Heiliger Beton - Kirchen im Brutalimus

Politik und Stadtplanung neigen oft dazu vorschnell vermeintliche Schandflecken aus dem Stadtbild zu tilgen. Aktuell reibt sich manch einer an brutalistischer Architektur. Doch die Fangemeinde dieser Gebäude auf Instagram und Facebook wächst. Noch bis zum 2. April zeigt das Architekturmuseum Frankfurt gemeinsam mit der Wüstenrot Siftung die Ausstellung "SOS Brutalismus". Erstmals zeigt eine Schau einen Überblick über diesen brachial anmutenden Baustil der 1950er bis 1970er Jahre und seine weltweite Verbreitung. Auch viele evangelische Kirchen in Deutschland sind im Stil des Brutalismus erbaut.