Kirchentag: Die wichtigsten Fragen und Antworten für Besucher

Geschäftsstelle Kirchentag

© epd-bild/Friedrich Stark

Der Deutsche Evangelische Kirchentag hat in Dortmund seine Geschäftsstelle eröffnet, wo die Mitarbeiter das Grossereignis in der Ruhrgebietsstadt vorbereitet haben.

Kirchentag: Die wichtigsten Fragen und Antworten für Besucher
Der evangelische Kirchentag ist ein religiöses Großereignis in Deutschland. Selbst Menschen, die sonst wenig mit der Kirche zu tun haben, kommen mit dem Kirchentag in Berührung - allein schon durch volle Züge mit Pfadfindern und Menschen mit bunten Kirchentagsschals. Das große Laien-Treffen deutscher Protestanten ist vom 19. bis 23. Juni in der Ruhrmetropole Dortmund zu Gast. Wer hinfährt, sollte Folgendes wissen:

Was passiert beim Kirchentag?

Der Kirchentag ist politische Diskussionsveranstaltung, Kulturfestival und religiöses Ereignis in einem. Zentrale gesellschaftliche Themen werden mit den Spitzen der deutschen Politik und führenden Theologen diskutiert. Bei diesem Kirchentag stehen die Themen "Neuer Konservatismus", Klimawandel, Digitalisierung und feministische Theologie auf der Agenda. Unter den Gästen und Rednern sind Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Natürlich kommt der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm - aber auch einige katholische Bischöfe, darunter der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx, haben sich angekündigt.

Wo finden die Veranstaltungen des Kirchentags statt?

Die gesamte Dortmunder Innenstadt sowie die Nordstadt werden während des Kirchentags zum Schauplatz der rund 2400 Veranstaltungen. So findet zum Beispiel einer der Eröffnungsgottesdienste auf einer zentralen Kreuzung am Ostentor statt. Anwohner müssen die gesamte Zeit mit Straßensperrungen und Verkehrsumleitungen rechnen. Die Westfalenhallen beherbergen viele der Veranstaltungen. Dort befindet sich auch der Markt der Möglichkeiten - eine Art Messe mit vielen Ständen von kirchlichen Organisationen, NGOs, Parteien und öffentlichen Organisationen. 

Was kosten die Karten?

Eine Dauerkarte kostet in diesem Jahr 108 Euro, ermäßigt 62 Euro. Familien zahlen 168 Euro, Studierende aus NRW 29 Euro. Tageskarten kosten 35 Euro, ermäßigt 19 Euro. Karten können im Internet über die Seite www.kirchentag.de bestellt werden. In vielen Buchhandlungen, Kirchengemeinden und kommunalen Einrichtungen gibt es Vorverkaufsstellen, die ebenfalls auf der Internetseite des Kirchentags aufgelistet sind. Enthalten ist eine Fahrkarte für den Öffentlichen Nahverkehr.

Wie kommt man hin?

Der Kirchentag kooperiert mit der Deutschen Bahn. Wer ein Kirchentags-Ticket besitzt, kann eine einfache Fahrt (mit Zugbindung) zum Festpreis von 54,90 (Euro) in der 2. Klasse buchen. Das Angebot ist gültig vom 17. bis 25. Juni. Allerdings ist das Kontingent der Tickets begrenzt. Wer komplett klimaneutral anreisen will, kann Rad fahren. Am Mittwochmorgen treffen sich Radfahrerinnen und Radfahrer zur großen Schlussetappe in Unna.

Wie komme ich während des Kirchentags von A nach B?

Die Kirchentagsveranstalter empfehlen, zu Fuß zu gehen oder das Fahrrad zu benutzen. Im Stadtgebiet können Teilnehmer Fahrräder von metropolradruhr zu günstigen Konditionen ausleihen. Dafür ist ein nextbike-Konto nötig. Der Rabattcode für den Kirchentag lautet 888288. Kirchentagstickets sind außerdem Fahrtausweise für den Öffentlichen Nahverkehr. Der Fahrtausweis gilt im Tarifgebiet des VRR und des Westfalentarifs.

Kann ich für den Kirchentag Sonderurlaub nehmen?

In einigen Bundesländern fällt der Kirchentag nicht in die Schulferien. In der Regel können sich Schülerinnen und Schüler für die Teilnahme freistellen lassen. Dazu müssen sie meistens bei der Schulleitung einen Antrag stellen. Arbeitnehmer haben in vielen Bundesländern die Möglichkeit, für den Kirchentagsbesuch Sonder- oder Bildungsurlaub zu nehmen. In vielen Bundesländern wird der Kirchentag als Bildungsveranstaltung anerkannt. Nähere Informationen zu Freistellung und Beurlaubung gibt es auf www.kirchentag.de.