Was ist Antisemitismus?

Antisemitismus

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Was ist Antisemitismus?
Wie sind Antisemitismus und Antijudaismus eigentlich definitiert? Worum geht es beim Antizionismus? Und welche Codewörter gibt es für die angebliche jüdische Weltverschwörung? Ein Überblick über das Phänomen Antisemitismus.

"Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nicht-jüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum, sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen", heißt es einer Arbeitsdefinition, die das Bundeskabinett im September vergangenen Jahres angenommen hat. Zwar ist diese rechtlich nicht bindend, sie soll aber eine Hilfe für staatliche Stellen sein, Erscheinungsformen von Judenfeindlichkeit einzuordnen.

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl antisemitischer Straftaten in Deutschland laut Bundesinnenministerium auf mindestens 1.495. 2016 hatte die Zahl bei knapp 1.400 gelegen, im Jahr davor bei rund 1.250. Judenfeindliche Angriffe sorgten zuletzt etwa bei der Beschimpfung eines Restaurantbesitzers in Berlin bundesweit für Empörung.

Antisemitistische Stereotype ohne Realitätsbezug

Anders als Rassismus, der sich aus überzogenen Vorurteilen speist, haben antisemitische Stereotype laut Forschung keinerlei Realitätsbezug. Judenfeindschaft ist demnach ein kulturell verankertes Glaubenssystem: Antisemiten sind fest davon überzeugt, dass Juden das Übel der Welt sind. Auch Israel, das dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, kann Ziel solcher Angriffe sein. Antisemitismus erklärt und deutet auf einfache Weise komplexe, teil widersprüchliche Zusammenhänge. Die Ressentiments finden sich - bewusst oder unbewusst - Forschern zufolge in jedem Milieu und in nahezu jeder politischen und religiösen Ideologie.

Christlicher Antijudaismus:  

Im Mittelalter ging die Judenfeindschaft auf das Christentum zurück, das Juden als Ketzer sah, weil sie nicht an Jesus als den Messias glaubten. Auch der Reformator Martin Luther (1483-1546) wollte die Juden missionieren - als dies nicht gelang, schlug seine Haltung in blanke Ablehnung um. Christen bezichtigten Juden, Christus getötet zu haben, Brunnen zu vergiften und christliche Kinder zu schlachten. In ganz Europa wurden Juden politisch und ökonomisch diskriminiert. Sie wurden aus Städten vertrieben, es gab Pogrome und Schauprozesse. Juden war es untersagt, Handwerksberufe auszuüben, ihnen blieb das Zinsgeschäft und der Handel. Dies wiederum brachte ihnen den Vorwurf der Wucherei ein.

Antisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert:  

Der moderne Antisemitismus sieht Juden als Mitglieder einer eigenen "Rasse" oder "Gegenrasse" im Gegensatz zu einer "ursprünglichen" Nation. Juden stehen für den sich rasant entwickelnden Kapitalismus, den die Gesellschaft bewältigen muss. Im Nationalsozialismus verfolgten die Deutschen einen Wahn, der Juden zu Feinden des "deutschen Volkes" machte und eine allgegenwärtige jüdische Weltverschwörung imaginierte. Juden wurden systematisch diskriminiert und vertrieben. Insgesamt ermordeten die Nationalsozialisten und ihre Helfer sechs Millionen europäische Juden.

Bildergalerie

Die Konzentrationslager der Nazis

Der Eingang zum KZ Auschwitz mit dem zynischen Satz auf dem Torbogen "Arbeit macht frei".

© epd-bild/Keystone/Rolf Zö†llner

Der Eingang zum KZ Auschwitz mit dem zynischen Satz auf dem Torbogen "Arbeit macht frei".

© epd-bild/Keystone/Rolf Zö†llner

Auschwitz - ein Name, der Gänsehaut auslöst. Dort wurden unschuldige Menschen brutal und massenhaft während des Holocausts durch die Nationalsozialisten umgebracht.

Am 27. April 1940 gibt der SS-Chef Heinrich Himmler den Befehl, das ehemalige Kasernengelände mit den 22 Vorkriegsbaracken in ein Konzentrationslager "umbauen" zu lassen. Ursprünglich ist Auschwitz I als Arbeitslager für politische Gefangene aus Polen gedacht - 10.000 Häftlinge sollen dort interniert werden. Doch während des Zweiten Weltkriegs wird Auschwitz für die Nazis der wichtigste Ort ihrer "Endlösung der Judenfrage".

1947 wurde in Auschwitz ein Museum zur Erinnerung an die Verbrechen gegründet. Das Gelände des Museums mit internationalem Bildungszentrum umfaßt heute 191 Hektar. 1979 besuchte Papst Johannes Paul II als erster Papst überhaupt die Gedenkstätte. Damals sagte er: "Auschwitz ist der Ort, den man nicht nur besichtigen kann. Man muß bei dem Besuch mit Furcht daran denken, wo die Grenzen des Hasses, der Vernichtung des Menschen durch den Menschen, die Grenzen der Grausamkeit liegen." 2016 besuchten über zwei Millionen Menschen die Gedenkstätte.

Die sogenannte "Judenrampe" im KZ Auschwitz-II-Birkenau.

© epd-bild/Rolf Zöllner (2)

<p>Im Oktober 1941 beginnt der Bau des Lagerkomplex Auschwitz-II-Birkenau, im März 1942 wird es in Betrieb genommen: ursprünglich sollen hier 125.000 Kriegsgefangene inhaftiert werden können, doch am Ende wird Birkenau das größte aller Vernichtungslager der Nazis. Im Frühjahr 1942 entsteht auch die erste Gaskammer, später sind mehrere Kammern und Krematorien gleichzeitig in Betrieb.</p>
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<p>Der grausame Höhepunkt der "Mordmaschinerie" wird im Mai/Juni 1944 während der sogenannten "Ungarn-Aktion" erreicht: mehr als 400.000 ungarische Juden werden in dieser Zeit ermordert. Von der neu gebauten "Judenrampe" aus, wie die Nazis den Bahnsteig nennen, werden sie direkt in die Gaskammern geführt. Nur rund 20 Prozent der Menschen eines Transport werden bei der Selektion als arbeitstauglich eingestuft - Frauen und Kinder, Alte und Schwache habe keine Chance.</p>
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Schätzungsweise 90 Prozent der insgesamt 1,1 Millionen Toten von Auschwitz wurden in Birkenau ermordet. Etwa eine Million der Getöteten waren Juden. Außerdem kamen mindestens 70.000 Polen, 21.000 Roma, 14.000 sowjetische Kriegsgefangene sowie 10.000 Tschechen, Belarussen und andere Opfer ums Leben. Die Zahl lässt sich aber nur schätzen, da viele Opfer nicht registriert, sondern sofort vergast und verbrannt wurden.</p>

Eingangstor des KZ Buchenwald

bpk / epd-bild/Maik Schuck

<p>Am 15. Juli 1937 treffen die ersten Häftlinge ein, die unter der Bewachung der SS auf dem Ettersberg bei Weimar den Wald roden müssen, um dort ein neues Konzentrationslager zu errichten. Die größte Gruppe bildeten die politischen Häftlinge, aber auch Vorbestrafte, Sinti und Roma, Homosexuelle, Kriegsgefange, Zwangsarbeiter aus den vom Deutschen Reich besetzten Ländern und zum Schluss auch zahlreiche Juden wurden in Buchenwald interniert. Am Ende des Krieges ist Buchenwald das größte KZ im Deutschen Reich. Wahrscheinlich sterben dort mehr als 56.000 Menschen an Folter, medizinischen Experimenten oder Auszehrung.</p>
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<p>"Nichts hat mich je so erschüttert wie dieser Anblick", schreibt der Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte und späterer US-Präsident, Dwight D. Eisenhower, als die Amerikaner im April 1945 Buchenwald und seine 139 Außenlager erreichen. Schockiert von diesem Anblick zwangen die Amerikaner am 16. April rund 1.000 Weimarer Bürger, auf den Ettersberg zu laufen, um ihnen das Ausmaß der Gräuel in ihrer direkten Nachbarschaft vor Augen zu führen.</p>
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<p>Seit 1999 führt ein Weg mit dem Namen "Zeitschneise" von Schloß Ettersburg bei Weimar zum ehemaligen Krematorium des Konzentrationslagers Buchenwald. Es ist eine begehbare, direkte Verbindung zwischen den Stätten der Humanität der Klassikerstadt der Dichter und Denker und des Grauens der Nationalsozialisten.</p>

KZ Bergen-Belsen

bpk/Harald Koch / epd-bild

<p>Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs brauchen die Nazis einen Ort, an dem sie die Kriegsgefangenen internieren können - die Wahl fällt auf Baracken am Rande des Truppenübungsplatzes von Bergen-Belsen, in der Nähe von Celle. Ab Juni 1940 werden dort rund 600 belgische und französische Soldaten inhaftiert. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion steigt die Anzahl der sowjetischen Kriegsgefangenen im Herbst 1941 auf 21.000 an - sie müssen auf freiem Feld, in Erdhöhlen und Laubhütten leben. Bis zum April 1942 sterben 14.000 Sowjets an Seuchen, Hunger und Kälte.</p>
<p><br>Erst 1943 wird aus dem ehemaligen Kriegsgefangenenlager ein Konzentrationslager. Damit ist es das jüngste im Deutschen Reich.</br>
<br>Mit dem Vorrücken der Alliierten Streitkräfte werden frontnahe Konzentrationslager evakuiert - das Ziel vieler Todesmärsche ist Bergen-Belsen, beinahe täglich kommen neue Transporte an. In letzten Kriegsmonaten ist das Lager vollkommen überbelegt und die sanitäre Situation ist eine Katastrophe: in einem abgetrennten Lagerteil mit 10.000 Häftlingen gibt es kein Klo und keinen einzigen Wasserhahn. Unter den entkräfteten Lagerinsassen grassieren Ruhr, Bauchtyphus und Tuberculose. Insgesamt sind mehr als 52.000 Häftlinge im Lager oder unmittelbar nach der Befreiung an den Folgen der Haft gestorben.</br></p>
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<p>In der britischen Wahrnehmung steht Bergen-Belsen lange Zeit noch vor Auschwitz für das Grauen des Holocausts. Es ist das einzige Konzentrationslager, das von den Briten befreit wurde, und eines der wenigen, das vor der Befreiung von der SS nicht evakuiert wurde.</p> Das Bild links wurde 1945 aufgenommen.

KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

bpk / epd-bild/Wolfgang Noak

<p>1938 beschließt die SS, nicht mehr nur politische Gegener zu inhaftieren und zu terrorisieren, sondern sie entdeckt die Häftlinge als billige Arbeitskräfte, aus denen man Profit ziehen kann. Die großen Granitvorkommen machen Flossenbürg als neuen KZ-Standort attraktiv: En­de April tref­fen die ers­ten SS-Wa­chen ein, am 3. Mai 1938 er­reicht der ers­te Trans­port mit 100 Häft­lin­gen aus dem KZ Dach­au die Bau­stel­le.</p>
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<p>Im Steinbruch müssen die Häftlinge zwölf Stunden lang Granitblöcke absprengen, Erde abtragen, Loren schieben und Steine schleppen - und das bei Wind und Wetter ohne Sicherheitsvorkehrung, schlecht bekleidet und halb verhungert.
Durch die Räumung der östlicher gelegenen Konzentraionslager verschlechtert sich die Situation in Flossenbürg: von 3.300 Häftlingen Ende 1943 steigt die Zahl im März 1945 auf über 15.000 an - das Lager ist vollkommen überbelegt.</p>
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<p>In Flossenbürg ermordert die SS systematisch mindestens 2.500 Menschen, darunter polnische und sowjetische Gefangene, Zwangsarbeiter und viele Widerstandskämpfer. Unter ihnen ist auch der evangelische Pfarrer Dietrich Bonhoeffer, der am 9. April 1945 im Morgengrauen mit weiteren NS-Gegnern in Flossenbürg erhängt wird.</p>

Eingangstor des KZ Dachau

bpk/Maurice Zalewski/adoc-photos / epd-bild/Lukas Barth

<p>Am 22. März 1933, nur zwei Monate nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, wird auf dem Gelände einer ehemaligen Munitionsfabrik das erste Konzentrationslager für politische Gefangene im oberbayerischen Dachau bei München eröffnet. Zuerst werden dort vor allem Gegner des NS-Regimes wie Kommunisten und Sozialisten inhaftiert – das Lager dient zur Abschreckung.</p>
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<p>Im Verlauf der Nazi-Herrschaft kommen engagierte Christen, Juden, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Homosexuelle und Kriegsgefangene aus den von Deutschland überfallenen Ländern hinzu. 200.000 Menschen aus ganz Europa sind in den zwölf Jahren der Nazi-Herrschaft dort eingesperrt, mehr als 32.000 Gefangene kommen dort um: Sie wurden unter anderem hingerichtet, starben an Krankheiten oder sogenannten "medizinischen Experimenten", verhungerten oder brachen vor Erschöpfung oder als Folge der Folter und Misshandlungen zusammen. Die heutige Forschung geht aufgrund der unregistrierten Exekutionen und aus anderen Gründen sogar von 41.500 Toten aus.</p>
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<p>20 Jahre nach der Befreiung wird das ehemalige Konzentrationslager Dachau auf die Initiative von ehemaligen KZ-Häftlingen, der "Comité International de Dachau", hin, zu einer Gedenkstätte umgewandelt. Mittlerweile ist Dachau die meistbesuchte KZ-Gedenkstätte Deutschlands.</p>

KZ Ravensbrück

bpk / epd-bild/Gordon Welters

<p>Etwas mehr als 80 Kilometer vor den Toren Berlins entsteht zwischen Dezember 1938 und April 1939 auf Anordnung des Reichsführers der SS, Heinrich Himmler, das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Durch die Umstellung auf Kriegswirtschaft werden auch die Häftlinge von Ravenbrück als Zwangsarbeiterinnen in der Rüstungsindustrie gebraucht. In einem Dokument wird die Durchschnittsarbeitsfähigkeit der Häftlinge auf drei Monate festgelegt – danach gelten sie als entkräftet und werden getötet.</p>
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<p>In den Jahren 1939 bis 1945 sind etwa 132.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1.000 weibliche Jugendliche als Häftlinge registriert worden. Die nach Ravensbrück Deportierten stammten aus über 40 Nationen, unter ihnen Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma. Zehntausende wurden ermordet, starben an Hunger, Krankheiten oder durch medizinische Experimente.</p>

Antisemitismus nach und trotz Auschwitz:   

Nach dem Massenmord an den Juden setzte im postfaschistischen Deutschland eine Täter-Opfer-Umkehr ein. Aus Schuld- und Schamgefühlen wird die Verantwortung am Holocaust verdrängt. Weil sich Antisemitismus nun nicht mehr offen äußern ließ ohne auf ein Tabu zu treffen, wurden Juden nun selbst schuld verantwortlich gemacht für ihre Vernichtung - weil sie als Partisanen gegen das nationalsozialistische Deutschland gekämpft hatten oder als Überlebende Zeugnis ablegen konnten vom millionenfachen Mord. Immer öfter ist von der "Auschwitzkeule" die Rede: Demnach instrumentalisierten jüdische oder israelische Interessengruppen das Gedenken an die Schoah für ihre Zwecke. Codewörter wie "Rothschilds" oder "Goldman Sachs" stehen für eine angebliche jüdische Weltverschwörung. Man kann sich nach Angaben von Antisemitismusexperten dieser Chiffren bedienen - ohne Antisemit sein zu wollen oder sich zum Antisemitismus öffentlich bekennen zu müssen.

Antizionismus und Israel-Hass:   

Auch Israel kann im Fokus antisemitischer Angriffe stehen. Wurden vormals die Juden gehasst, ist es heute Israel als das wichtigste Symbol jüdischen Lebens. Kritik an Israel ist allein nicht antisemitisch. Der "3D-Test" von Natan Scharanski kann eine Orientierung bieten, um zu beurteilen, ob sich eine Kritik judenfeindlicher Stereotype bedient: Wenn Israel dämonisiert oder delegitimiert wird oder Doppelstandards bei der Bewertung seiner Politik angelegt werden, handelt es sich demnach um Antisemitismus. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Israel mit Nazi-Deutschland verglichen oder sein Existenzrechtinfrage gestellt wird. Immer wieder steht auch die BDS-Bewegung (Boycott, Divestment, Sanctions) in der Kritik, antisemitische Hetze zu verbreiten. Sie will Israel wirtschaftlich, kulturell und politisch isolieren - so sehr, sagen Kritiker der Initiative, dass sie Israel nachhaltig schadet.  

Muslimischer Antisemitismus: 

Seit Europa verstärkt Einwanderer aufnimmt aus mehrheitlich muslimisch geprägten Ländern gibt es eine Diskussion um einen importierten, islamischen Antisemitismus. In Ländern wie Syrien, Iran oder Irak gehört Israel-Hetze und Judenfeindschaft laut Studien zum Alltag. Wenn wie kürzlich in Berlin Israel-Fahnen vor dem Brandenburger Tor brennen oder während des Gaza-Kriegs 2014 auf Demonstrationen in Deutschland "Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein" skandiert wird, werden Befürchtungen laut, dass sich Konflikte im Nahen Osten auf Europa verlagern und das Zusammenleben bedrohen könnten.

Dieser Text erschien das erste Mal am 16. Februar 2018 auf evangelisch.de