Zehn Jahre Stil. Oder jedenfalls irgendwas.

Zehn Jahre Stil. Oder jedenfalls irgendwas.
Heute vor zehn Jahren wurde der erste Beitrag in Stilvoll Glauben veröffentlicht.

Zehn Jahre alt ist er: Der erste Beitrag eines gewissen Pfarrers namens Heiko Kuschel im damals noch völlig neuen Blog "Stilvoll Glauben" auf dieser damals noch völlig neuen Seite "evangelisch.de". Es ging um alte, verstaubte Konferenzzimmer – ein wenig inspiriert von dem Raum, den ich kurz vorher zu meinem Büro umfunktioniert hatte. 

Bis heute ist mir nicht wirklich klar, wie ich diesen Blog eigentlich beschreiben soll. Er ist einfach so bunt wie das (kirchliche) Leben. Mal eine nette kleine Geschichte, mal etwas Satirisches, mal auch sehr ernsthafte Stellungnahmen zu theologischen Themen, etwa die Serie zum Bibelverständnis vor vielen Jahren. Insgesamt einfach irgendwie ein bisschen schräg und was mir gerade so vor die Nase kommt. Ohne Twitter wäre dieser Blog übrigens nicht möglich – nicht nur wegen meiner Bewerbung via Twitter damals, sondern auch, weil die TweetDeck-Suchspalte "Kirche" mir alle Tweets anzeigt, die das Wort Kirche enthalten (sofern im gleichen Tweet nicht auch das Wort Ameisen oder Dorf vorkommt) und dabei immer wieder interessante Themen hervorbringt.

Dieses hier ist mein 478. Blogeintrag im 121. Monat des Bestehens des Blogs. LibreOffice sagt, es waren insgesamt 241.798 Wörter oder 1.625.359 Zeichen. Das Gesamt-Dokument hat derzeit exakt 830 Din-A4-Seiten. Dazu kamen in den ersten Jahren noch Beiträge von Christian Spließ und Simone Sass, die in meiner Statistik nicht enthalten sind. Einen kleinen Rückblick auf den Anfang hatte ich schon vor genau fünf Jahren geschrieben – und nochmal im Jahre 2018 zur Erklärung des immer unverständlicheren "Blogfotos" mit dem aufkleberbepackten VW-Bus.

Also, wenn Sie das alles gelesen haben: Herzlichen Glückwunsch und danke für Ihre Treue. Da waren sicher auch ein paar weniger gelungene Beiträge dabei. Dafür andere, die richtig gut waren. Mittlerweile wird es immer schwieriger, neue Themen zu finden. Denn irgendwie war ja alles schon mal da. Fast ein bisschen wie bei diesen Zwillingen in der Werbung, die in die Apotheke kommen und fragen: "Gibt's da nicht auch was von Stilvoll Glauben"? 

Bin gespannt, was uns in diesem Blog noch alles begegnen wird. Das nächste Thema steht jedenfalls schon fest. Bis bald!

 

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Mit "Stille" werden die meisten Leser*innen, die diesen Blog regelmäßig lesen, etwas anfangen können. Assoziationen wie Gebet oder Meditation ploppen womöglich auf, beides machen sich nämlich quasi die Wirkung der "Stille" zu nutze, um Konzentration zu fördern oder behilflich zu sein, dem Alltag für einen kurzen Moment zu entfliehen. Laut dem Psychologen David Daniel Ebert schaffen das auch sog. "Oddly-Satisfying-Videos". Davon kursieren tausende im Netz, es werden täglich mehr und übersetzt heißt das "seltsam befriedigend". Die älteste Form sind wohl die in langen Reihen aufgestellten Dominosteine, die einmal angestoßen, gefühlt endlos nacheinander umkippen.
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