Oster-Lob mit uralten Melodien

Oster-Lob mit uralten Melodien

Auch zu Ostern gibt es eine Melodie, die mich fasziniert und seit Jahren begleitet. Für manche mag sie sehr fremd klingen, für mich ist sie seit vielen Jahren, ja Jahrzehnten vertraut: Der Oster-Introitus.

In unserer bayerischen Landeskirche gibt es am Anfang des Gottesdienstes einen gesungenen Psalm. Gesungen nach uralten Melodien, den so genannten Psalmtönen. Dazu jeweils ein Leitvers, oft aus einem anderen Psalm, mit einer anderen Melodie. Und in dieser Melodie steckt Ostern drin: Aus der tiefsten Tiefe - ich wüsste jetzt gerade keinen Introitus oder Leitvers, der tiefer heruntergeht als das c - steigt die Melodie schon im ersten Halleluja fröhlich nach oben. Halleluja! Der Herr ist auferstanden! Halleluja!

Meine schönste Erfahrung mit diesem Introitus hatte ich in Taizé, einer kleinen ökumenischen Gemeinschaft in Frankreich, die jede Woche Tausende von Jugendlichen einlädt, eine Woche mit ihnen zu beten, zu singen, ein einfaches Leben zu führen. Ich hatte mich zu etwas Besonderem entschieden: Ich wollte die Woche vor Ostern im Schweigen verbringen. Die Gruppe der "Schweiger" war nicht sehr groß, sie war abseits von den anderen untergebracht. Es war eine wunderbare Erfahrung. Und immer stärker wurde in mir diese Frage: Was soll das erste sein, womit will ich dieses Schweigen brechen?

Ich ging ganz früh am Ostermorgen allein in die kleine Dorfkirche von Taizé. Ich sah die Gräber der verstorbenen Brüder um die Kirche herum. Überwuchert mit Blumen. Ein einfaches Holzkreuz. Und auf jedem lag ein kleiner Zettel, mit einem Stein beschwert: "tu sais, Il est vraiment ressuscité" - du weißt, er ist wahrhaftig auferstanden!

Dan ging ich in die Kirche. Wartete, bis ich allein war. und begann zu singen: Den Oster-Introitus. Halleluja! Der Herr ist auferstanden. Halleluja! Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja! Halleluja!

Mit diesem, manchen sicher sehr fremden, Musikstück wünsche ich Euch und Ihnen ein frohes Osterfest.

Leitvers.

Halleluja!Der Herr ist auferstanden,Halleluja.Er ist wahrhaftig auferstanden.Halleluja, Halleluja.

Psalm 118,15-18.22-25 (I. Psalmton)1. Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten: *Die Rechte des Herrn behält den Sieg!2. Die Rechte des Herrn ist erhöht; *die Rechte des Herrn behält den Sieg!3. Ich werde nicht sterben, sondern leben *und des Herrn Werke verkündigen.4. Der Herr züchtigt mich schwer; *aber er gibt mich nicht dem Tode preis.5. Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, *ist zum Eckstein geworden.6. Das ist vom Herrn geschehen *und ist ein Wunder vor unsern Augen.7. Dies ist der Tag, den der Herr macht; *lasst uns freuen und an ihm fröhlich sein.8. O Herr, hilf! *O Herr, lass wohlgelingen! Leitvers9. Ehre sei dem Vater und dem Sohn *und dem Heiligen Geist,< > <>10. wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *und in Ewigkeit. Amen.

Leitvers.

Halleluja!Der Herr ist auferstanden,Halleluja.Er ist wahrhaftig auferstanden.Halleluja, Halleluja.

Leider gibt es nirgends eine vernünftige Aufnahme. Drum habe ich es aufgenommen, auch wenn es nun sehr trocken klingt. Stellen sie sich diesen Gesang in einer großen Kathedrale vor... vielleicht bekommen Sie dann einen Eindruck davon, wie dieser Introitus wirken kann.

weitere Blogs

Heterosexualität ist heilbar! Diese Aussage ist selbstverständlich Unsinn, denn da gibt es nichts zu heilen. Das gilt genauso für Homo- und Bisexualität, sowie Transgeschlechtlichkeit und weitere Varianten der Geschlechtsentwicklung. Trotzdem wurde und wird immer wieder genau dies versucht, oft mit schrecklichen Folgen für die Betroffenen. Ein neues Gesetz soll dem jetzt Einhalt gebieten. Doch tut es das tatsächlich? Ich habe dazu Stimmen aus der queer-christlichen Community gesammelt.
Warum brauchen sich die Kirche und das GEP, wie kann das Medienhaus der EKD und der Gliedkirchen kommende Herausforderungen bewältigen und warum brauchen wir Social Media?