Königliche Gartengene

Königliche Gartengene

Das Gärtnern steckt den Briten ja angeblich im Blut. Ob das auch für blaues Blut gilt, muss sich noch zeigen. Die Hoffnung liegt nun auf dem jüngsten Mitglied der Königlichen Familie, das gestern seinen ersten Auftritt in der Öffentlichkeit hatte.

Bisher sind die Windsors nicht durch übermäßiges Interesse am Säen, Mähen, Ausschneiden, Umgraben oder Unkraut zupfen aufgefallen. Lediglich Prinzessin Alexandra von Kent, Cousine von Königin Elisabeth, ist für ihren grünen Daumen bekannt, aber mal ehrlich, wer kennt schon die Nummer 43 der Thronfolge?

Die Queen zeigt zwar jedes Jahr Präsenz bei der Chelsea Garden Show, und ab und zu pflanzt sie einen Baum. Aber man kann nicht sagen, dass sie dabei besonders begeistert aussieht. Es entsteht mehr der Eindruck, dass sie das tut, weil es eben zur Jobbeschreibung einer Königin gehört. Ansonsten lässt sie lieber gärtnern.

Der Opa des Kleinen denkt etwas mehr „grün“. Seine Leidenschaft ist bekanntlich die Öko-Landwirtschaft. Immerhin, seit 30 Jahren widmet sich Charles auch der Gestaltung des Gartens seines Wohnsitzes, Schloss Highgrove. Den Fotos nach zu urteilen mit recht ansehnlichem Ergebnis.

Prinz William dagegen, der frischgebackene Vater, scheint eher ein Garten-Rowdy zu sein. Jedenfalls wenn es stimmt, was die Daily Mail schreibt: Um während der Schwangerschaft seiner Frau Kate für etwaige Notfälle gerüstet zu sein, hatte er angeblich einen Helikopter im Garten seines Hauses in Wales geparkt. (Zur Info für Anti-Royalisten, Nicht-Briten und andere Banausen: Prinz William arbeitet als Rettungshubschrauberpilot bei der Royal Air Force.) Das lässt auf nichts Gutes hoffen für den Nachwuchs. Aber wer weiß, vielleicht hat der zukünftige König ja mütterlicherseits ein paar Gartengene mitbekommen für sein blaues Blut. We shall see.

P.S.: Apropos Namen – natürlich wurde nach so gut wie jedem Mitglied der Königlichen Familie bereits eine Rose benannt. Und ich bin sicher, dass die Rosenzüchter Großbritanniens schon mit einer neuen Sorte in den Startlöchern stehen und nur noch auf die Verkündung des Namens des Zuwachses im Buckingham Palace warten, bevor sie in den Verkauf geht. Vielleicht werden der Mann und ich uns dann ein Exemplar zulegen. Dann kann His Royal Highness Prince George of Cambridge, wie der offizielle Titel des royalen Babys lautet, neben seiner Oma in unserem Beet heranwachsen. Elegant und wunderschön pink steht dort nämlich schon Princess Diana – eine Clematis.

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