Religionsbeauftragter soll alle zwei Jahre Bericht vorlegen

Markus Grübel

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Markus Grübel war Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium bevor er Beauftragter für Religionsfreiheit wurde.

Der in dieser Woche zum Beauftragten für Religionsfreiheit berufene Markus Grübel (CDU) soll alle zwei Jahre einen Bericht vorlegen. Der Bericht solle alle Religionen und Bekenntnisse umfassen, teilte das Entwicklungsministerium am Donnerstag in Berlin mit. In der vergangenen Wahlperiode hatte die Bundesregierung erstmals einen Bericht zur Situation der Religionsfreiheit weltweit vorgelegt, der damals vom Auswärtigen Amt erstellt wurde. Unter anderem die Kirchen hatten sich dafür ausgesprochen, solch einen Bericht regelmäßig zu veröffentlichen.

Grübel wurde am Mittwoch vom Bundeskabinett für die neue Aufgabe berufen. Der Beauftragte für Religionsfreiheit wurde im Entwicklungsministerium angesiedelt. Der CDU-Abgeordnete Grübel war zuvor Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium. "Bei meinen zahlreichen Besuchen in den Einsatzgebieten der Bundeswehr, zum Beispiel im Irak oder in der Sahelzone, konnte ich mir in den vergangenen Jahren selbst ein Bild davon machen, wie akut bedroht viele Minderheiten sind", erklärte er. Insofern verstehe er seine Aufgabe "auch als Einsatz für den Frieden und zur Minderung von Fluchtursachen".

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU), erklärte, religiöse Überlieferungen seien fester Bestandteil vieler Gesellschaften und Kulturen. "Sie können Entwicklungsprozesse vorantreiben, Gesellschaften verbinden und Frieden fördern", sagte er. Dazu müssten der einzelne Menschen und dessen Religion und Weltanschauung ernst genommen und Religionsfreiheit überall auf der Welt gewährleistet werden.

Das Amt eines Beauftragten für weltweite Religionsfreiheit wurde von der großen Koalition neu geschaffen. Grübel soll dem Recht auf Glaubensfreiheit mehr Aufmerksamkeit verschaffen und sich für die Einhaltung des Menschenrechts stark machen.