Jüdische Studierendenunion gegründet

Kipa

Foto: epd-bild/Norbert Neetz

Jude mit Kippa

Vertreter jüdischer Studenteninitiativen haben einen neuen Verband gegründet. Der Gründungsvorstand besteht aus fünf Mitgliedern und wird bis zur ersten Vollversammlung und Urwahl auf dem Jugendkongress 2017 die Geschäfte leiten.

Mit der Jüdischen Studierendenunion Deutschland hätten die jüdischen Studenten in der Bundesrepublik wieder eine offizielle politische Vertretung, teilte die Union am Montag in Berlin mit. Die Studierendenunion war im vergangenen Dezember beim Gemeindetag des Zentralrats der Juden ins Leben gerufen worden. Ziel sei die bundesweite Vereinigung aller jungen jüdischen Erwachsenen zur gemeinsamen politischen Arbeit und Interessenvertretung.

Zum Aufgabenbereich zähle auch die Bekämpfung "jeder Form rassistischer, fremdenfeindlicher, religiöser und politischer Diskriminierung, insbesondere des Antisemitismus", hieß es. Außerdem soll die Union den Dialog mit anderen Kulturen und Glaubensrichtungen suchen sowie die nicht-jüdische Öffentlichkeit über jüdische Themen informieren.

Ein Vorstand soll im März bei einer Vollversammlung gewählt werden. Die Vertretung und den strukturellen Aufbau der Union übernimmt bis dahin ein Gründungsvorstand mit fünf Mitgliedern.