Pfadfinder bringen am 3. Advent das Friedenslicht

Das Friedenslicht aus Bethlehem 2014 in Wien.

Foto: epd-bild/Franz Josef Rupprecht

Das Friedenslicht aus Bethlehem 2014 in Wien.

Das Friedenslicht wird auch in diesem Jahr wieder seinen Weg in die Welt finden. Am 3. Advent wird das Licht aus Bethlehem zum 30. Mal nach Wien gebracht und von dort weitergegeben.

Das Friedenslicht aus Bethlehem wird 30 Jahre alt. 1986 hatte der Österreichische Rundfunk ORF die Aktion ins Leben gerufen, um die Menschen in der Welt daran zu erinnern, sich für den Frieden einzusetzen. Auch in diesem Jahr hat wieder ein Kind in der Geburtsgrotte in Bethlehem eine Kerze entzündet, deren Flamme dann (sorgfältig geschützt) am Wochenende des dritten Advents zum Aussende-Gottesdienst nach Wien gebracht wird.

Dieses Jahr war es die zwölfjährige Melanie Walterer aus Klam, die das Licht entzünden durfte. Die deutsche Friedenslicht-Aktion steht in diesem Jahr unter dem Motto "Frieden: Gefällt mir" und lädt alle Menschen ein, sich nicht nur das Licht in den Gottesdiensten am dritten Advent abzuholen, sondern auch im Internet "Grenzen und Barrieren zwischen Menschen abzubauen, Freundschaften zu schließen und sich dafür einzusetzen, 'die Welt ein wenig besser zu hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben'." Der letzte Satz ist die Aufforderung von Lord Robert Baden-Powell, des Gründers der Pfadfinderbewegung, an alle Pfadfinderinnen und Pfadfinder weltweit.

Das Friedenslicht wird in Deutschland von den großen Pfadfinderverbänden aus Wien abgeholt und dann entlang der Zugstrecke und in Gottesdiensten an mehr als 200 Orten weitergegeben. Der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder, der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder, die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg und die Pfadfinderinnenschaft St. Georg sowie der Verband Deutscher Altpfadfindergilden senden eine gemeinsame Delegation nach Wien, um das Licht nach Deutschland zu holen, ohne dass es zwischendurch ausgeht.

Seit 1993 bringen Pfadfinderinnen und Pfadfinder in der Adventszeit das Friedenslicht zu den Menschen und in Institutionen. Das Licht leuchtet in Krankenhäusern und Kindergärten, in Asyl­bewerberheimen und Rathäusern, in Einkaufszentren und im Bundestag. Die Flamme wird von Wien aus in ganz Europa verteilt und schaffte im Jahr 2000 das erste Mal den Sprung über den Atlantik. 2001 brannte das Friedenslicht nach den Anschlägen vom 11. September in der Feuerwache am Ground Zero in New York.

Die Aktion Friedenslicht wurde 1986 vom Österreichischen Rundfunk ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind, das sich durch besonderes Engagement ausgezeichnet hat, das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem. Das Licht wird mit dem Flugzeug nach Wien gebracht und dort in einem Aussendegottesdienst weiterverteilt. 

Mehr Informationen zum Licht und die Liste mit den Aussende-Feiern am 11. Dezember 2016 gibt es hier auf friedenslicht.de.